Forscher züchten Mensch-Schwein-Hybrid

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Wissenschaftlern am Salk Institute in Kalifornien ist eine medizinische Sensation gelungen, die ethisch heftig umstritten ist. Sie haben einen Schwein-Mensch-Hybrid gezüchtet. Das Ziel: Menschliche Organe nachwachsen zu lassen.

Das Prinzip wurde zuerst an Mäusen und Ratten getestet: Man nehme Stammzellen einer Ratte (die sich noch in jede entwickeln können) und pflanzt sie in eine Maus. Die Maus wurde genetisch so verändert, dass sie ein gewisses Organ nicht ausbildet. Diese Aufgabe übernehmen die Ratten-Stammzellen.

So gelang es den Forschern immerhin, Ratten-Herzgewebe, eine Ratten-Bauchspeicheldrüse und sogar eine Ratten-Gallenblase (Mäuse haben gar keine Gallenblase) zu züchten. Das Ratten-Gewebe wuchs im Körper der Maus.

Inspiriert von diesen Erfolgen versuchten es die Forscher auch mit einer Mischung aus Schwein und Mensch. Menschliche Stammzellen wurden in Schweine-Embryonen eingepflanzt und wenige Wochen später zur Analyse wieder entnommen.

Ethisch umstritten

Ethisch ist das Ganze heftigst umstritten. Wahrscheinlich auch deswegen wurde das Experiment auch nur auf drei bis vier Wochen angesetzt. Würde man jedoch ganze menschliche Organe in Schweinekörpern heranzüchten, könnte das resultierende Geschöpf "zu menschlich werden". Die Grenze zwischen Mensch und Tier würde unscharf werden, wie Ethik-Experten befürchten.

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