FP-Landesrat findet Corona-Spenden schäbig

Gottfried Waldhäusl spendet viel für Tiere, aber nicht "für Corona".
Gottfried Waldhäusl spendet viel für Tiere, aber nicht "für Corona".Bild: privat
Fast alle Regierungsmitglieder in NÖ spenden für Corona-Bedürftige, nur die FP nicht. Denn Gottfried Waldhäusl hat seinen eigenen Spendenrhythmus, findet den Zusammenhang von Corona und Spenden schäbig.
Begonnen hat alles mit Ankündigung der Bundesregierung: Kanzler und Regierungsmitglieder kündigten an, ein Monatsnettogehalt für Corona-Bedürftige zu spenden. Wiens Bürgermeister zog sofort nach, "Heute" fragte dann auch bei der nö. Regierung nach. Landeschefin Johanna Mikl-Leitner meinte noch am Montagabend, sie werde dies in der Regierungssitzung am Dienstag vorschlagen. Und Dienstagmittag stand fest: Alle VP- und SP-Landesregierungsmitglieder ziehen mit.

Die VP-Landesräte wollen dabei den Fokus auf Schüler und bedürftige Familien legen, die SP kündigte an, die Monatsgehälter an Vereine zu spenden (Franz Schnabls Gehaltsspende wird dem ASBÖ zugute kommen; Ulrike Königsberger-Ludwig an Volkshife) - mehr dazu lesen Sie hier.

"Schäbig, ein Virus zu brauchen, um zu spenden"

Die dritte Regierungspartei in NÖ, die Freiheitlichen, ziehen aber nicht mit. Landesrat Gottfried Waldhäusl, der immer wieder mit Spenden - z.B. im Tierschutz - auffällt, spendet sein Gehalt nicht für Corona-Bedürftige: "Ich fände es schäbig, ein Coronavirus zu brauchen, um spendenbereit zu sein und zu helfen. Ich selbst spende selbstverständlich seit Jahrzehnten immer wieder, habe meinen höchstpersönlichen Jahresrhythmus und unterstütze quartalsweise immer wieder Menschen in Niederösterreich. Unter anderem das Kolpinghaus in Waidhofen/Thaya, wo Menschen mit besonderen Bedürfnissen leben. Diese und andere Unterstützungen wird es selbstverständlich auch im heurigen Jahr wieder geben."

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