Niederösterreich

FPNÖ will afghanische Single-Männer nicht aufnehmen

Niederösterreichs Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) will nur Frauen, Kinder und Familien aus Afghanistan aufnehmen, keine alleinstehenden Männer.
29.08.2021, 17:05

Die Lage in Kabul bleibt weiter prekär. Tausende Menschen wollen vor den Taliban flüchten, warte am Flughafen. Innenminister Karl Nehammer will keine Afghanen in Österreich aufnehmen, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hingegen wäre dazu bereit. So oder so scheint es unvermeidbar, dass bald wieder eine größere Flüchtlingswelle auf Europa und Österreich zukommen wird. Die Freiheitlichen aus Niederösterreich wollen dabei selektieren, wer nach Österreich kommen darf.

„Die Bilder von massenhaft Flüchtenden aus Afghanistan verfolgen uns auf allen Kanälen, Tausende wollen die Luftbrücken zur Ausreise nutzen. Wieder einmal zeigt sich allerdings, dass so gut wie ausschließlich Männer ihre Heimat verlassen wollen, ihre Frauen und Kinder lassen sie zurück und opfern sie den Taliban“, glaubt Asyl-Landesrat Gottfried Waldhäusl. „Dafür habe ich nicht ansatzweise Verständnis und von mir gibt es keinerlei Unterstützung. Ich werde mich dafür stark machen, in Niederösterreich in erster Linie geflüchtete Frauen und Kinder aufzunehmen!“ 

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"Feige im Alleingang geflüchtet"

Niederösterreich sei ein Familienland und "kein Ort, an dem geflüchtete Männer aus aller Welt ihre Kulturen ausleben, vor denen sie geflohen sind." Laut Waldhäusl droht "jetzt eine neue, männerdominierte Flüchtlingswelle aus Afghanistan, wo man zurückgelassene Frauen, Kinder, Mütter und Schwestern den brutalen Vergewaltigungen, Anschlägen und Morden aussetzt."

Im Bundes-Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen halten sich laut dem Landesrat aktuell 349 männliche und nur 30 weibliche unbegleitete Minderjährige auf, weiters 510 männliche Erwachsene und nur 115 Menschen im Familienverbund. "Mit etwa 85 Prozent sind die vorwiegend jungen Männer weit in der Überzahl. Sie alle, die feige im Alleingang geflüchtet sind, haben in den niederösterreichischen Landesunterkünften nichts verloren!", so Waldhäusl.