Politik

FPÖ in juristischem Kleinkrieg mit Uni-Rektor

Universitätsrektor Gerald Bast zeigte die Freiheitlichen wegen ihres rassistischen E-Card-Videos an. Diese reagierten jetzt mit einer Gegenanzeige.
Heute Redaktion
13.09.2021, 18:57

Das heftig diskutierte und rassistische E-Card Video der FPÖ brachte der Partei gleich mehrere Anzeigen wegen Verhetzung ein. Eine der Anzeigen kam dabei vom Rektor der Wiener Universität für angewandte Kunst, Gerald Bast, den vor allem die nachträgliche "Verharmlosung von Verhetzung" durch Vizekanzler Strache und Bundesminister Hofer zum Glühen brachten.

"Verharmlosung kann nicht hingenommen werden"

Für Bast ist die Relativierung des hetzerischen Videos durch die FPÖ "verantwortungslos, schal und unerträglich". Auch die Tatsache, dass sowohl Strache wie auch Hofer zum Video nur meinten "Ich habe keine Freude damit", es aber dann zu keinerlei Konsequenzen für den angeblich verantwortlichen, aber nach wie vor unbekannten Mitarbeiter kam, ist für Bast absolut inakzeptabel. "Die Verharmlosung von Verhetzung kann nicht hingenommen werden", ließ Bast deshalb am Donnerstag via Aussendung über die Universität Wien verlautbaren.

FPÖ revanchiert sich mit Gegenanzeige

Bei den Freiheitlichen hatte man mit der Anzeige des Uni-Rektors freilich nur wenig Freude. Heute drang schließlich die Reaktion der Partei an die Öffentlichkeit: die FP erhebt jetzt ihrerseits Anzeige gegen Bast wegen des Verdachts auf "Untreue".

Hintergrund ist, wie erwähnt, das Bast die kostenpflichtige APA-OTS-Presseaussendung über den Account der Universität Wien abwickeln ließ. Für die FPÖ ein schweres Vergehen: "Basts Anzeige ist sein Privatvergnügen und hat nichts mit seiner Position als Universitätsrektor zu tun. Er darf daher weder Steuergeld der Universität für seine Privatangelegenheiten verwenden noch deren Mitarbeiter dafür heranziehen", so FP-Stadtrat Maximilian Krauss.

Jetzt soll die Staatsanwaltschaft klären, ob die Bezahlung der OTS-Aussendung durch die Universität Wien sachlich gerechtfertigt war, oder nicht. (red)

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