Nach einem skurrilen Facebook-Aufruf erntet Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) Sexismus-Vorwürfe. Der Grund: Er postete ein Bild von einer mit einem Mini-Bikini bekleideten Frau zusammen mit einem Bild einer mit Burkini bekleideten Dame. Die Entscheidung, was Frauen anzuziehen haben, sollen seinem Posting nach nicht die betroffenen Frauen, sondern seine Facebook-Fans treffen.
"Gefällt mir" für Bikini, "Love"für Burkini - dazu die Frage des FPÖlers: "Was wollt ihr in unseren Bädern sehen?" Das sorgt fur Unmut und Sexismus-Vorwürfe in den Kommentaren. "Hallo? Darf ich bitte noch selbst entscheiden, was ich zum Baden gehen anziehe? Und wenn das ein Skianzug is, geht das niemanden etwas an!", schreibt etwa Kerstin Z. - und bekommt von Hunderten Nutzern Unterstützung.
"Zuerst dachte ich diese Abstimmung soll ein Scherz sein, aber ihr meint das wirklich ernst. Die FPÖ und ihre Funktionäre zündeln, bis es brennt und das Feuer außer Kontrolle gerät!", muss Haimbuchner ebenfalls lesen, viele der bisher 270 Kommentare finden das "Voting" bedenklich.
"Denkt bei Stil an einen Besen"
Übrigens nicht das erste populistische Posting von Haimbuchner, für das er herbe Kritik einstecken muss. Zuletzt postete er eine Bildmontage, die eine Hercules-Heeresmaschine und AMS-Chef Johannes Kopf mit den Worten "Integration ist eine Herkulesaufgabe" zeigt und auf Abschiebungen abzielt.
Kopf: "Eine einfache Verwechslung. Hr. Haimbuchner denkt wahrscheinlich auch beim Wort Stil an einen Besen. Kein Wunder, dass hier der Stil fehlt."