FPÖ-Mandatar Tschank wurde "ausgeliefert"

Der Nationalrat beschloss einstimmig die Immunität von FPÖ-Mandatar Markus Tschank aufzuheben. Er war in Vereinen aktiv, die hohe Spenden kassierten.
Spätfolge des Ibiza-Videos: Der Nationalrat hat den freiheitlichen Abgeordneten Markus Tschank "ausgeliefert", also dessen Immunität aufgehoben. Kurios: Da Tschank selbst für Aufhebung war, erfolgte der Beschluss einstimmig.

Der Rechtsanwalt war in mehreren FPÖ-nahen Vereinen aktiv, die Spenden in der Höhe von mehreren 100.000 Euro kassiert haben. Auf dem Ibiza-Video ist zu hören, wie der damalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache über Möglichkeiten spricht, Geld am Rechnungshof vorbeizuschleusen.

Dass Geld von den Vereinen, in denen Tschank aktiv gewesen ist, an die Partei geflossen sei, weisen diese zurück. Auch Tschank selbst beteuert seine Unschuld. Dennoch ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Untreue und etwaiger betrügerischer Krida.

Markus Tschank ist von seiner Unschuld überzeugt und warb selbst für seine Auslieferung (Bild: picturedesk)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Tschank vertritt die FPÖ seit 2017 im Nationalrat. Eigentlich hätte er zum Finanzreferenten seiner Partei gewählt werden sollen. Diese Aufgabe wird nun aber dem ehemaligen Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs zuteil. (mr)

Nav-Account heute.at Time| Akt:
WienNewsPolitikInnenpolitikKorruption

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen