'Selbstbedienungsladen FPÖ', von Haider bis Strache

Gerhard Kurzmann, FPÖ-Landtagspräsident in der Steiermark, spricht in einem Interview über Straches Spesen-Affäre.
Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist in Bedrängnis. Wie berichtet, soll er private Ausgaben der Partei als Spesen verrechnet haben, er bestreitet diese Vorwürfe. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Veruntreuung, es gilt die Unschuldsvermutung.

Im Interview mit der "Kleinen Zeitung" hat sich Gerhard Kurzmann, FPÖ-Landtagspräsident in der Steiermark, zu dem Thema geäußert.

In der Ära unter Jörg Haider als Parteichef sei einiges "nicht sauber" gewesen, sagt Kurzmann, der bis 2015 in den Führungsgremien der Bundespartei saß. "Es ist zum Teil ein Selbstbedienungsladen gewesen, wo Spitzenpolitiker mit Steuergeld Ausflüge bezahlt und sich Kleidung gekauft haben. Haider war zu Beginn in Ordnung. Aber irgendwann hat er seinen Weg verlassen."

Gerüchte über Ausgaben

Es habe auch über Straches Ausgaben "immer wieder Gerüchte gegeben". Als Parteiobmann einer anderen Landesgruppe sei es schwer, zu Gerüchten Stellung zu nehmen. Für das mutmaßlich überbordende Gebaren hat er kein Verständnis: "Jeder Politiker hat ja neben seinem Bezug auch noch eine Ausgabenpauschale. Das sind keine kleinen Beträge, und damit muss man auskommen. Ich finde es schlimm, wenn jemand dann noch in Parteikassen hineingreift."

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Über die 40.000 Vorzugsstimmen für Strache bei der EU-Wahl nach dem Ibiza-Video sagt Kurzmann, diese Leute hätten einfach nicht geglaubt, "dass das so ist". "Die werden gedacht haben, dass das eine Desinformationskampagne des politischen Gegners ist. Ich glaube nicht, dass diese 40.000 Menschen so sind, dass sie Unsauberkeiten unterstützen. Das kann ich mir nicht vorstellen."

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