FPÖ-Politiker grüßte mit Nazi-Bild zu Weihnachten

Das Titelblatt einer NS-Frauenzeitschrift schickte Gemeinderat Bernhard Blochberger am 24. Dezember an seine Facebook-Freunde aus.
An der Front trauern die Soldaten um ihren Kameraden, zuhause werden Stille Nacht und Mutterkult gefeiert: Die strohblonde Propaganda-Idylle teilte Blochberger laut einem Bericht des "Standard" zu Weihnachten auf Facebook, Begleittext: "FÜR ALL JENE AN DIE HEUTE NIEMAND DENKT"

Was der freiheitliche Gemeinderat in Krumbach nicht zeigte: Das Original, ausfindig gemacht vom Blog fpoefails.org, stammt aus den 1940er-Jahren und zierte das Titelblatt einer Nazi-Frauenzeitung (s.u.). Er habe das Bild, bei dem das Hakenkreuz abgeschnitten ist, auf Facebook gesehen und für seine Freunde kopiert, "weil es mir gefallen hat", verteidigte sich Blochberger gegenüber der Tageszeitung.

Kritik setzte es dafür unter anderem von SP-Klubobmann Schieder, der auf Twitter Konsequenzen fordert.

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Innerparteilich dürfte das Posting allerdings keine Folgen haben, weil Blochberger laut FPÖ Niederösterreich gar kein Parteimitglied ist, "sondern als unabhängiger Kandidat" an der Spitze der FPÖ-Liste in den Gemeinderat eingezogen ist.

Auf der Facebook-Seite des Politikers finden sich noch weitere zweifelhafte Inhalte. So teilte der Gemeinderat unlängst Artikel von einer deutsch-russischen Hetzseite und einer Plattform für Verschwörungstheorien.



Das Original, ausfindig gemacht von fpoefails.org (red)

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