FPÖ-Politikerin will Coronavirus wegmeditieren

"Good Vibrations": Die FPÖ-Gesundheitssprecherin hat via Facebook aufgerufen, bei einer Massenmeditation "zur endgültigen Auslöschung des Coronavirus" mitzumachen.
Dieser Aufruf hat im Grazer Rathaus für zahlreiches Kopfschütteln und Erstaunen gesorgt: Eine Million Menschen seien notwendig, die Anfang April gleichzeitig meditieren müssen, um die "endgültige Auslöschung des Coronavirus" zu erreichen. Urheberin des Aufrufs zur Massenmeditation war Astrid Schleicher (41), Gesundheitssprecherin der Grazer FPÖ. "Hilft's net, schadet's net" schrieb sie noch auf Facebook dazu.

"Good Vibrations" ins Universum



"Das ist nicht Parteilinie", heißt es aus dem FPÖ-Klub selbst gegenüber der "Kleinen Zeitung". "Aber wir greifen natürlich nicht in die persönlichen Meinungen unserer Abgeordneten ein." Das würde sich nicht mit der freiheitlichen Idee vertragen, abgesehen davon gebe Meditation vielen Menschen in schweren Zeiten Halt.

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Schleicher selbst hat das Posting am 25. März wieder gelöscht. Offenbar jedoch nicht, weil sie von der Sache nicht mehr überzeugt ist, sondern "weil die zahlreichen Kommentare dermaßen hasserfüllt waren", so die FPÖ-Sprecherin in einer aktuellen Stellungnahme. Ihre Weltanschauung sei, dass es zwischen Himmel und Erde viel mehr gibt als wir sehen. Die 41-jährige Leobnerin glaube an die Kraft der "Good Vibrations" einer Meditation - "und wenn nun eine große Masse an Menschen zeitgleich die gleichen Gedanken ins Universum sendet, kann das nur positive Auswirkungen haben", so Schleicher.

Zeit fürs Meditieren hat neuerdings auch ein steirischer FPÖ-Kollege Schleichers, der Landtagsabgeordnete Gerhard Hirschmann. Er erklärte am Dienstag seinen Rücktritt, nachdem er trotz Ausgangsbeschränkungen an einer "Corona-Party" teilgenommen hatte.









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