Politik

FPÖ-Selfie-Reise als "außenpolitische Geisterfahrt"

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:02

Der Zweck der "Arbeitsgespräche" zwischen der FPÖ-Spitze und der Putin-Partei ist ein gemeinsamer Vertrag, der offenbar schon vor der Bundespräsidentenwahl geplant wurde. Heftige Kritik an der Reise kommt nun von ÖVP und SPÖ.

Der Zweck der "Arbeitsgespräche" zwischen der .

Wie der "Kurier" berichtet, stimmte das Präsidium des Generalrates der Putin-Partei "Einiges Russland" bereits vor der Bundespräsidentenwahl in Österreich dem Vertrag mit der FPÖ zu.

Außenpolitische Geisterfahrt

Heftige Kritik gibt es nun von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP), der den Zeitpunkt der Reise bei einem Medientermin am Montag "unsensibel" nannte: "Das ist groß daneben", so Mitterlehner. Es wunderte ihn, dass man nicht gleich nach Aleppo in Syrien gefahren sei. Gerade jetzt nach Moskau zu reisen, sei "absolut nicht stimmig" und "derart unsensibel".

ÖVP-Generalsekretär Werner Amon fand noch deutlichere Worte. Es sei eine "außenpolitische Geisterfahrt auf dem Roten Platz".

Geistige Umnachtung

"Offensichtlich ist die Kälte in Moskau den Herren in den Kopf gestiegen", urteilte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler. Dieser "jenseitige Pakt mit Russland" sei offenbar noch in der gesitigen Umnachtung nach der Wahlniederlage Norbert Hofers bei der BP-Wahl entstanden.

Ein derartige Aktion zeige einmal mehr, was bei einer Regierungsbeteiligung der FPÖ herauskommen könne. Da "haben wir es alle lustig", so Niedermühlbichler.

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