FPÖ-Posting ist "plumper und ekelhafter Rassismus"

Der Linzer Stadtrat Michael Raml (FPÖ) schockt mit einem rassistischen Facebook-Posting.
Der Linzer Stadtrat Michael Raml (FPÖ) schockt mit einem rassistischen Facebook-Posting.Bild: FPÖ/Facebook
Sein mehr als umstrittenes Facebook-Posting brachte dem Linzer FPÖ-Stadtrat Michael Raml viel Kritik ein: "Es ist plumper und ekelhafter Rassismus", so die Stadt-Spitze.
Das Bild eines dunkelhäutigen Mannes mit Goldzähnen und dazu der Text "Krankenversicherung: Gebiss-Sanierung für Häftlinge!"

Das rassistische Facebook-Postingdes Linzer Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) sorgt für viel Wirbel – und natürlich politische Reaktionen.

"Menschenverachtendes Weltbild"



CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Diese Entgleisung bringt das menschenverachtende Weltbild der Freiheitlichen neuerlich zum Vorschein und ist nicht hinnehmbar. Es stellt sich schon die Frage, ob Personen, die derart ungehemmt gegen Ausländer hetzen, einen Platz in der Linzer Stadtregierung haben sollten. Hier erwarte ich mir auch klare Worte des Bürgermeisters", fordert Helge Langer, Klubobmann der Grünen Linz.

Luger äußerte sich dazu zwar selbst nicht (weil er im Ausland ist), ließ aber über SPÖ-Fraktionsvorsitzenden Stefan Giegler ausrichten: "Der durch das Sujet zum Ausdruck gebrachte pure und ekelhafte Rassismus wird von uns aufs Schärfste abgelehnt. Dass sich Grenzwertigkeiten in der Argumentation von Stadtrat Raml häufen, zeigt, dass er offenbar noch nicht ganz in Linz und der Gegenwart angekommen ist. Anders lässt sich das rüpelhafte Rabaukentum à la Strache nicht erklären", so Giegler.



Kritik kommt auch von der ÖVP: "Nichts Neues von der Linzer FPÖ. Fragwürdige Postings haben dort ja eine traurige Tradition", sagt Klubchef Martin Hajart und verweist auf ähnliche Postings. "Wie passt das wohl in die versuchte Neupositionierung der Freiheitlichen, die von ranghohen FPÖ-Vertretern auf Landes- und Bundesebene propagiert wird?" fragt sich Hajart.

Posting ist Kritik an FPÖ-Forderung



Der Stadtparteichef der Linzer FPÖ, Vize-Bürgermeister Markus Hein, wollte sich gegenüber "Heute" zu dem Posting nicht äußern. "Ich werde einem Parteikollegen nichts über die Medien ausrichten", sagte er.

Allerdings dürfte klar sein, dass Raml mit dem Posting nicht nur sich, sondern auch massiv seiner Partei geschadet hat. Denn: In Dutzenden Kommentaren auf seiner Facebook-Seite wird immer wieder wiederholt, wer denn eigentlich die Idee hatte, dass Häftlinge in die Krankenkasse aufgenommen werden: nämlich die FPÖ selbst. Die Freiheitlichen hatten das im Dezember gefordert.

Michael Raml war übrigens für "Heute" nicht erreichbar.



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