FPÖ zahlte Philippa Straches Parkstrafen

Philippa Strache sollen Park- und Verkehrsstrafen egal gewesen sein.
Philippa Strache sollen Park- und Verkehrsstrafen egal gewesen sein.Bild: Sabine Hertel
Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und seine Frau, die Nationalratsabgeordnete Philippa Strache, sind weiter im Fadenkreuz der Ermittler.

Gegen die Straches wird in der Spesen-Causa nach wie vor ermittelt. Das Einvernahmeprotokoll von Heinz-Christian Straches Ex-Leibwächter Oliver R., das "Heute" vorliegt, fördert jetzt neue Details zutage.

Philippa, die Falschparkerin

"Frau Strache hat sich bezüglich Strafen nicht gekümmert. Es war ihr bei ihrer Fahrweise und auch beim Parken komplett egal", heißt es in der Aussage. Angeführt wird ein Fall, wo sie vor dem Parlament falsch geparkt und deshalb einen Strafzettel kassiert hat.

Wortlaut im Einvernahmeprotokoll: "Einmal parkte sie vor dem Parlament auf einem der dortigen Parkplätze. Sie erhielt von dem dortigen Polizisten einen Verständigungszettel (VZ). Sie rief mich an und ich ging mit dem VZ auf die Polizeiinspektion und bezahlte es. Die Polizei meinte, Frau Strache hätte sich dort hingestellt, hätte ihn angesehen und wäre einfach weitergegangen ohne sich zu kümmern."

Strafzettel zur Partei

Philippa musste sich tatsächlich nicht um die Strafen kümmern. Das erledigte die Partei für sie. R. erhielt laut eigener Angabe von Heinz-Christian Straches Sekretärin Karin S. die Strafzettel. Die hätten fast ausschließlich Philippa betroffen.

Es war dann seine Aufgabe, Scheinrechnungen, etwa von Restaurants, zu besorgen. Diese wurden dann der FPÖ als vermeintliche Spesen untergejubelt.

R. widerspricht auch Philippa Straches Behauptung, sie habe keinen Chauffeur der FPÖ gehabt: Anfang 2018 sei das sehr wohl der Fall gewesen.

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