"Es gibt ein Nahverhältnis zum Nationalsozialismus"

Mit fast einem Jahr Verspätung veröffentlicht die FPÖ ihren 700-seitigen Bericht über die Vergangenheit der Partei. Bereits im Vorfeld hagelte es Kritik.
Eigentlich wollte die FPÖ ihren Historikerbericht über die braunen Flecken in der Parteigeschichte schon im Jänner präsentieren. Aus verschiedenen Gründen – unter anderem die Ibiza-Affäre – verschob sich die Vorstellung des rund 700 Seiten dicken Werks immer wieder. Am Tag vor dem Heiligen Abend klappt es nun doch.

"Heute.at" berichtet ab 11.00 Uhr per Livestream live. Die Pressekonferenz ist mit FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker, dem Koordinator der Historikerkommission Andreas Mölzer und dem Historiker Thomas Grischany besetzt.

Kritik im Vorfeld

Der Historikerbericht wurde in Folge der "Liederbuchaffäre" um die Burschenschaft des niederösterreichischen FPÖ-Politikers Udo Landbauer in Auftrag gegeben. Die Studie sollte demnach die Geschichte des Dritten Lagers aufarbeiten und auch "dunkle Flecken" der von früheren Nationalsozialisten mitbegründeten Partei beleuchten. Der Startschuss fiel noch unter der Obmannschaft von Heinz-Christian Strache. Die neue Parteispitze, Norbert Hofer und sein Stellvertreter Herbert Kickl, ist nicht bei der Vorstellung dabei.

Das kritisiert Alexander Pollak, Sprecher der Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch, in einer Aussendung: "Hofer, Kickl & Co. zeigen kein Interesse an einer selbstkritischen Aufarbeitung des Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus in der Partei. Das überrascht zwar nicht, ist aber dennoch ein Armutszeugnis und lässt für die Zukunft nichts Gutes erahnen."

Und zum Termin: "Eine Präsentation an einem 23. Dezember ist so wie keine Präsentation. Der Bericht soll offenbar über Weihnachten in der Versenkung verschwinden."

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