FPÖ-Chef Kickl will Einbürgerung verschärfen

Herbert Kickl bei der Sendung "Im Zentrum"
Herbert Kickl bei der Sendung "Im Zentrum"Screenshot/ ORF
Mit 88,2 Prozent wurde Herbert Kickl zum neuen FPÖ-Chef gewählt. Am Sonntag hatte der neue starke blaue Mann den ersten Auftritt nach der Kür.

"Es wird kein Honiglecken für uns, aber für unsere politischen Mitbewerber noch viel weniger," hatte Kickl beim Parteitag gesagt. Am Sonntag gab er im ORF-Polittalk eine erste Kostprobe, was gemeint ist. Thema: die von der SPÖ geforderte erleichterte Einbürgerung. Neben Kickl zu Gast: Karoline Edtstadler (ÖVP), Jörg Leichtfried (SPÖ), Olga Voglauer (Grüne), Christoph Wiederkehr (Neos).

Schnell wurde ein oft kaum verständliches Wortgefecht aus der Debatte, vor allem Leichtfried und Kickl gerieten sich in die Haare, politische Grenzen verschwammen. Voglauer (in Koalition mit der ÖVP), solidarisierte sich mit dem SPÖ-Vorschlag (in Opposition), Edtstadler versuchte (an der Seite von Kickl), Erleichterung bei der Staatsbürgerschaft abzuwehren.

Warnung vor "Einheitsstaat"

Der neue FPÖ-Chef warnte vor einem "Einheitsstaat", empfahl die Bundeshymne in "Heimat fremder Töchter, Söhne" umzutexten, den Zugang zur Staatsbürgerschaft will er nicht erleichtern, sondern erschweren. Interessant: Der ÖVP macht er das Angebot, doch gemeinsam den koalitionsfreien Raum dafür zu nutzen.

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