ICE-Täter fühlte sich von Zugpassagieren verfolgt

Der mutmaßliche ICE-Täter Habte A. schweigt weiterhin zum Tatmotiv. Immer mehr Details deuten aber auf eine psychische Erkrankung des 40-Jährigen hin.
Wieso Habte A. den 8-jährigen Buben und seine Mutter vor den ICE am Frankfurter Bahnhof stieß, ist weiterhin unklar. Der 40-Jährige sitzt zwar in Untersuchungshaft, er schweigt aber weiterhin zum Tatmotiv. Ermittler hatten jedoch relativ früh ein terroristisches oder ideologisches Motiv ausgeschlossen.

Mittlerweile spricht immer mehr für eine psychische Erkrankung des mutmaßlichen Täters. Wie die Redaktion Tamedia berichtet, hatte ein Arzt bereits vor Monaten bei dem 40-Jährigen Anzeichen von Paranoia diagnostiziert und ihn an einen Psychologen überwiesen.

Seit Januar krankgeschrieben

Der Grund: A. fühlte sich verfolgt. Der dreifache Familienvater soll unter anderem davon gesprochen haben, dass Zugpassagiere und Arbeitskollegen seine Gedanken lesen könnten. Er glaubte laut der ärztlichen Überweisung, dass andere Menschen ihn manipulierten und sein Leben kaputt machten. Zudem fühlte sich A. durch Handystrahlen und elektromagnetische Wellen durch MRI (Magnetresonanztomographie) beeinflusst und gesteuert.

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Diese würde auch zu den Aussagen aus dem Bekanntenkreis und einem Verwandten passen. So gibt ein Vertrauter der Familie gegenüber der Redaktion Tamedia an, dass er über einen Verwandten von A. von psychischen Problemen sowie paranoiden Episoden des mutmaßlichen Täters erfahren habe. A. soll sich dermaßen verfolgt gefühlt haben, dass er glaubte, nicht weiter in der Schweiz leben zu können.

(mon)

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