Hier flüchtet ICE-Täter nach tödlicher Attacke

Einen Tag nach der schrecklichen Tragödie am Frankfurter Hauptbahnhof hat die Oberstaatsanwältin weitere Details zu dem mutmaßlichen Angreifer genannt.
Jener Mann, der am Montag am Hauptbahnhof in Frankfurt einen 8-jährigen Buben vor einen einfahrenden ICE gestoßen haben soll, will sich weiterhin nicht zu der Tat äußern.

Lediglich, dass er vor einigen Tagen von Basel nach Frankfurt eingereist war, hat der Festgenommene der Polizei bisher mitgeteilt. Ansonsten hält sich der mutmaßliche Angreifer bedeckt.



CommentCreated with Sketch.215 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt sich um einen 40-Jährigen mit eritreischer Staatsbürgerschaft. Er soll verheiratet sein und drei Kinder haben. Seit 2006 lebt er in der Schweiz und war bisher nicht polizeibekannt.

Auf einem Video, das von einer Augenzeugin aufgenommen und der "Bild" zugeschickt wurde, ist zu erkennen, wie der Verdächtige nach der Attacke die Flucht ergreift. Er konnte allerdings nach kurzer Zeit erfolgreich festgenommen werden.

Keine Drogen oder Alkohol im Spiel



Wie Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Dienstag mitteilte, gibt es derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass Drogen und Alkohol im Spiel waren. Ein Test ergab, dass der Promillegehalt bei 0 Prozent lag.



"Die Tat spricht für eine psychische Erkrankung", erklärte Niesen. Viele neue Informationen konnte die Oberstaatsanwältin aber nicht geben, da zum aktuellen Zeitpunkt noch die Ermittlungen laufen würden.

Noch am Dienstag soll gegen den Mann ein Haftbefehl ausgestellt werden. Bei einer Verurteilung droht dem 40-Jährigen eine lebenslange Haftstrafe.

Rückblick



Am Frankfurter Hauptbahnhof wurden am Montag ein 8-jähriger Bub und seine 40 Jahre alte Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen.

Während sich die Frau laut Polizei "gerade noch" retten konnte, wurde das Kind überrollt und tödlich verletzt. Für den Buben kam jede Hilfe zu spät.



Auch eine dritte Frau wollte der mutmaßliche Angreifer auf die Gleise stoßen. Die 78-jährige Seniorin konnte sich allerdings wehren und zog sich eine Verletzung an der Schulter zu.

Die deutsche Polizei ermittelt wegen eines mutmaßlichen vollendeten Tötungsdelikts und zwei Versuchen. Die Mutter des Buben soll so bald wie möglich befragt werden.

(wil)

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