Steuerberater sei Schuld

Frankreichs Superstar wegen Steuerbetrug verurteilt

Filmikone Isabelle Adjani wurde wegen schwerer Steuerhinterziehung und Geldwäsche zu zehn Monaten auf Bewährung und 10.000 Euro verurteilt.
Heute Entertainment
01.07.2026, 19:22
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Schauspielstar Isabelle Adjani feierte ihren internationalen Durchbruch mit dem Film "Die Geschichte der Adele H." (1975). Noch größere Bekanntheit erlangte sie im Vampir-Movie "Nosferatu – Phantonm der Nacht" (1979) an der Seite von Klaus Kinski und später in "Camille Claude".

Dass die 71-Jährige in Frankreich Ikonen-Status hat, bewahrte sie dennoch nicht vor einem Gerichtsurteil wegen schwerer Steuerhinterziehung und Geldwäsche. In einem Berufungsverfahren wurde sie am 1. Juli zu zehn Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt.

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"Noch nie eine Steuererklärung ausgefüllt"

Das Urteil fiel dabei viel milder aus, als in erster Instanz. 2023 blühten Adjani noch zwei Jahre Haft auf Bewährung und 250.000 Euro Strafe. Obwohl sich ihr Anwalt "äußerst erleichtert" zeigte, will er nun vor das oberste Berufungsgericht mit dem Fall.

Hintergrund des Prozesses sind gleich mehrere Vorfälle: Adjani soll ein Geldgeschenk von mehr als zwei Millionen Euro von einem Freund "als Darlehen" bekommen haben, das sie verschleierte. Außerdem soll die 71-Jährige rund 120.000 Euro von einem Offshore-Unternehmen über ein heimliches US-Konto nach Portugal transferiert haben. Auch ihr Wohnsitz sei zeitweise von Frankreich nach Portugal verlegt worden, um sich Steuern zu sparen.

Die Schauspielerin gab vor Gericht dazu an, "leichte Beute" für einen unseriösen Steuerberater gewesen zu sein. Er habe sie getäuscht, sie sei keine Diebin. "Ehrlich gesagt habe ich noch nie eine Steuererklärung ausgefüllt. Und das ist gut so, denn es wäre katastrophal gewesen", gab sie zu Protokoll.

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