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Franziskus bei Osterwache: "Lasst uns niemals aufgeben"

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:00

Papst Franziskus hat am Samstagabend gemeinsam mit tausenden Gläubigen die traditionelle Feier der Osternacht eröffnet. Dabei wurde in der Vorhalle des Petersdoms das Osterlicht entzündet. Die Kerzen symbolisieren die Auferstehung Jesu, die von den Christen weltweit gefeiert wird. In seiner Predigt appellierte er an Gläubige und Nichtgläubige, niemals die Hoffnung zu verlieren.

hat am späten Samstagabend gemeinsam mit tausenden Gläubigen die traditionelle Feier der Osternacht zelebriert. Dabei wurde in der Vorhalle des Petersdoms das Osterlicht entzündet. Die Kerzen symbolisieren die Auferstehung Jesu, die von den Christen weltweit gefeiert wird. In seiner Predigt appellierte er an Gläubige und Nichtgläubige, niemals die Hoffnung zu verlieren.

Im Zuge der dreistündigen Zeremonie im Petersdom hat das Oberhaupt der katholischen Kirche auch vier Erwachsene durch Taufe und Firmung in die Kirche aufgenommen. Dabei handelte es sich um Personen im Alter zwischen 17 und 30 Jahren aus Italien, Albanien, Russland und den USA. Franziskus teilte ihnen auch die erste Kommunion aus.

Den Höhepunkt der Osterfeierlichkeiten mit dem neuen Papst bildet am Sonntagvormittag die Ostermesse auf dem Petersplatz. Anschließend verkündet Jorge Mario Bergoglio die traditionelle Osterbotschaft und spendet den Segen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis").

Papst wandte sich auch an Nichtgläubige

Der Pontifex hat sich in der Osternacht auch an die Nichtgläubigen und jene Katholiken gewandt, die sich von Gott entfernt haben. Diese sollten "einen Schritt nach vorne" tun, und Gott werde sie mit offenen Armen empfangen, sagte der neue Papst im Petersdom.

Zugleich appellierte er an die Christen sowie alle anderen Menschen, nicht das Vertrauen zu verlieren. "Lasst uns niemals aufgeben: es gibt keine Situation, die Gott nicht ändern könnte", sagte der 76-Jährige. Auch der müde, enttäuschte oder traurige Mensch dürfe nie aufgeben, Gotte könne jede Situation ändern.

Video-Botschaft zu Turiner Grabtuch

Vor der Feier hatte er sich in einer Video-Botschaft zu dem sogenannten Turiner Grabtuch Jesu geäußert, dessen Echtheit umstritten ist. "Mit euch trete auch ich vor das Grabtuch hin", sagte Franziskus einem italienischen TV-Programm, das das Exponat am Samstag ausstellte. Das entstellte Gesicht auf dem Tuch gleiche "den vielen Gesichtern von Männern und Frauen, verletzt von einem Leben, das ihre Würde missachtet, von Kriegen und Gewalt, welche die Schwächsten trifft."

Voller Einsatz bereits am Karfreitag

. Die traditionelle Zeremonie im Gedenken an den Leidensweg Jesu Christi vor 2000 Jahren, ein Höhepunkt im Osterprogramm, lief im Schein vieler Fackeln auf der sogenannten Via Crucis vor dem Kolosseum in Rom ab. Der Papst nahm betend an der Feier teil.

Die Texte und Meditationen, die sich mit Ängsten und Hoffnungen für den Nahen Osten befassten, wurden von jungen Libanesen und dem im Libanon residierenden Oberhaupt der mit Rom unierten maronitischen Kirche, Patriarch Kardinal Bechara Boutros Rai, verfasst.

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