Franziskus: Osterfest steht im Zeichen des Terrors

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen erteilte Papst Franziskus am Ostersonntag in Rom den Segen "urbi et orbi". Das Kirchenoberhaupt erinnerte in seiner Osterbotschaft an die Opfer der Terroranschläge in aller Welt und sprach auch die Zurückweisung von Flüchtlingen an.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen erteilte Papst Franziskus am Ostersonntag in Rom den Segen "urbi et orbi". Das Kirchenoberhaupt erinnerte in seiner Osterbotschaft an die Opfer der Terroranschläge in aller Welt und sprach auch die Zurückweisung von Flüchtlingen an.

Am Sonntagvormittag feierte Franziskus auf dem Petersplatz die Ostermesse zum Fest der Auferstehung Jesu Christi. Zu Mittag sprach er von der Mittelloggia des Petersdoms zu den Gläubigen und spendete danach den Segen "Urbi et orbi".

Wie schon bei den bisherigen Osterfeierlichkeiten sprach der Papst in seiner Osterbotschaft das Thema Terror an: "Die Welt ist voll von Menschen, die an Leib und Seele leiden, während die Nachrichten sich mit Meldungen über grausame Verbrechen füllen".

Solidarität mit den Terroropfern

Dieses Osterfest stehe im Zeichen des Terrors, "jener blinden und grausamen Form von Gewalt, die nicht aufhört, unschuldiges Blut in vielen Teilen der Erde zu vergießen", so Franziskus. Er rief zur Solidarität mit den Terroropfern auf und sprach konkret die Anschläge in Belgien, der Türkei, in Nigeria, Tschad, Kamerun und der Elfenbeinküste an.
Der Papst erinnerte jedoch auch an "die immer größer werdende Schar der Migranten und Flüchtlinge - unter ihnen viele Kinder". Auf der Flucht vor Krieg, Hunger, Armut und sozialer Ungerechtigkeiten fänden viele den Tod, mögliche Helfer würden sie zurückweisen. Franziskus erhofft sich vom bevorstehenden Welthumanitätsgipfel in Istanbul am 23. und 24. Mai politische Lösungen für Notleidende.

Appell an Syrien, Israel und Ukraine

Franziskus appellierte auch an die Kriegführenden in Syrien. Er rief die Konfliktparteien dazu auf, bei Verhandlungen ehrlich am Frieden und der Errichtung einer menschenwürdigen Gesellschaft zu arbeiten. Der Appell galt auch anderen Krisengebieten des Mittelmeerraums und des Nahen Ostens wie Irak, Jemen und Libyen.

Der Papst rief Israelis und Palästinenser sowie die Konfliktparteien in der Ukraine zu direkten Verhandlungen auf. Hoffnung und Mut zum Frieden wünschte Franziskus sich ferner für Burundi, Mosambik, die Demokratische Republik Kongo und den Südsudan.

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