Kurioser Fall in Kärnten: Ein 25-jähriger afghanischer Staatsbürger erstattete am Montagvormittag Anzeige bei der Polizei. Er gab an, mehr als 1.000 Euro an angeblichen Bearbeitungskosten für einen österreichischen Staatsbürgerschaftsnachweis überwiesen zu haben. Das Dokument habe er jedoch nie erhalten.
Die Ermittlungen brachten rasch eine überraschende Wendung. Das Geld war gar nicht an eine Behörde geflossen, sondern auf das Konto seiner 21-jährigen Freundin überwiesen worden. Die Slowenin hatte ihm laut Polizei versprochen, den Betrag an das Land Kärnten weiterzuleiten.
Noch brisanter: Die Frau soll sich mit einer gefälschten E-Mail-Adresse als Bedienstete des Landes Kärnten ausgegeben haben. Über diese Adresse schickte sie ihrem Freund mehrere Nachrichten über das angeblich laufende Verfahren zur Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft.
Bei ihrer Einvernahme räumte die 21-Jährige den Sachverhalt ein. Sie erklärte, ihr Freund sei wegen des ausbleibenden Erhalts der Staatsbürgerschaft sehr niedergeschlagen gewesen. Deshalb habe sie ihm lediglich vorspielen wollen, dass die Verleihung kurz bevorstehe.
Ob und wofür das überwiesene Geld tatsächlich verwendet wurde, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.