Frau (49) soll beim Alkoholkauf angefahren worden sein

Tote bei Tankstelle Eibesbrunn
Tote bei Tankstelle EibesbrunnChristelli
Eine Pharmavertreterin wurde von einem Dodge Ram erfasst, sie starb im Spital. Es soll alles ein furchtbarer Unfall unter Alkoeinfluss gewesen sein.

Ein Hufschmied (55) aus Wien steht unter Mordverdacht, sein Anwalt Farid Rifaat spricht indes von einem furchtbaren Unfall unter Alkoholeinfluss. Die 49-jährige passionierte Reiterin und der Hufschmied (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) sollen Sonntagabend auf einem Pferdehof in NÖ getrunken haben, auf der Heimfahrt soll das Pärchen noch zur Tankstelle in Eibesbrunn (Bezirk Mistelbach) gefahren sein, um Alkohol zu kaufen.

Beide schwer alkoholisiert

"Und dabei ist es zum schrecklichen Unfall aufgrund unglücklicher Verkettungen gekommen. Die Causa lässt sich aber noch nicht ganz genau rekonstruieren", so der Anwalt der Verdächtigen, Farid Rifaat. Die 49-Jährige sei aus dem Wagen gesprungen, habe Alkohol besorgt und dürfte dann vom Lebensgefährten übersehen und angefahren worden sein.

Beide, also Fahrer und Opfer, seien stark alkoholisiert gewesen, die Frau laut Rifaat noch stärker als der Lenker. "Laut Zeugen hat die Frau keine zusammenhängenden Sätze an der Tankstelle mehr von sich geben können", so der Advokat zu "Heute". Im Schock und unter Alkoholeinfluss sei der 55-Jährige dann davongefahren.

Schwester holte ihn ab

Die 49-Jährige wurde am Asphalt der Tankstellenzufahrt erst von einem Passanten entdeckt, der rief sofort die Rettung. Der Hufschmied fuhr nach Gerasdorf, stellte den Dodge Ram dort ab und ließ sich von seiner Schwester abholen - mehr dazu hier. Währenddessen wurde das Opfer reanimiert und ins Donauspital geflogen, wo es Montagmorgen starb. Die 49-Jährige hatte einen Beckenbruch links, Serienrippenbrüche und innere Verletzungen erlitten.

Verdächtiger sitzt

Am Montagmorgen wurde der 55-Jährige von der Polizei angerufen und zum Verhör zitiert - der Hufschmied erschien freiwillig am Posten. Noch Dienstagabend wurde der Verdächtige in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert, die Staatsanwaltschaft beantragte eine Verhängung der U-Haft. Die kriminaltechnische Untersuchung des 400-PS-Boliden wird indes noch dauern. "Das kann schon noch einige Wochen dauern", erklärt Chefinspektor Johann Baumschlager.

Dr. Farid Rifaat verteidigt den Mann.
Dr. Farid Rifaat verteidigt den Mann.privat
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