Ärger rund um ein Begräbnis in Wien-Liesing! "Heute"-Leserin Maria* (Name von der Redaktion geändert) war am Dienstag, dem 13. Mai, beim Friedhof Inzersdorf eingeladen, um sich von einem langjährigen Freund zu verabschieden. "Menschen aus den verschiedensten Bundesländern sind angereist, um unserem lieben Freund die letzte Ehre zu erweisen", erzählt die Wienerin.
Vor dem Friedhof befindet sich ein großer Parkplatz, deshalb gingen viele der Trauergäste davon aus, dass dieser zur Begräbnisstätte gehört. Doch nach der Trauerfeier folgte das böse Erwachen: Auf beinahe jedem Auto klemmte plötzlich ein Strafzettel.
"Wir waren ungefähr 50 Personen dort. Nur zwei oder drei Fahrzeuge hatten keinen Zettel an der Windschutzscheibe", schildert die Wienerin. Der Grund für die Strafen: Der vermeintliche private Friedhofsparkplatz ist öffentlicher Grund – und damit Kurzparkzone. Für das Abstellen der Autos hätte daher ein Parkschein gelöst werden müssen.
Bei Maria sorgt die Situation für großes Unverständnis. "Die Zeiten der Begräbnisfeierlichkeiten sind öffentlich einsehbar und daher eine perfekte Chance die meisten 'Parker' zu erwischen, zumal viele Besucher von außerhalb kommen", vermutet die Wienerin.
Für sie liegt das eigentliche Problem aber woanders: Die Parkplätze würden stark den Eindruck vermitteln, direkt zum Friedhof zu gehören. Dass es sich stattdessen um normalen öffentlichen Parkraum handelt, sei für viele Trauergäste kaum erkennbar.
Maria möchte nun auf das Thema aufmerksam machen, damit künftig nicht noch mehr Menschen in dieselbe Falle tappen. Ihrer Meinung nach betrifft das Problem nämlich nicht nur den Friedhof Inzersdorf. Auch bei anderen kleineren Friedhöfen könnten Besucher leicht annehmen, dass die angrenzenden Parkflächen automatisch zur Begräbnisstätte gehören.