Zur Bluttat kam es wohl bereits im Februar 2021, doch es dauerte bis Ende des Jahres, ehe die Behörden im US-Bundesstaat Texas der mutmaßlichen Täterin das Handwerk legen konnten. Während eines zähen Wintersturms verschwand Colin Kerdachi, dem ein Miethaus gehört, spurlos. Der 78-Jährige wurde als vermisst gemeldet.
Wie die "Bild" in Berufung auf "Fox News" weiter schreibt, ging bei der Polizei wenig später ein Hinweis ein. In dessen Wohnung lebe nun eine gewisse Pamela Ann Merritt (43). Einem besorgten Mieter, der sie zur Rede stellte, soll sie gestanden haben, Kerdachi getötet zu haben. Erstmals rückte daraufhin die Polizei zum Haus in der Stadt Houston an.
Nachgewiesen werden konnte ihr aber nichts. Nach einer psychiatrischen Untersuchung konnte sie deswegen ins Haus zurückkehren. Dort kam es dann abermals zur Alarmierung der Exekutive, nachdem eine weitere Mieterin Blutspuren und ein Messer in einem Briefkasten gefunden hatte. Gegenüber der Polizei erklärte jene Mieterin, sie sei gerade erst eingezogen und würde an Merritt und dessen Lebensgefährten die Miete zahlen.
In einem Gespräch hätte das Paar weiters unterschiedliche Angaben zum Verbleib des eigentlichen Vermieters gemacht. So war ein Mal die Rede davon, er sei schlicht verschwunden, der Lebensgefährte erzählte hingegen, Kerdachi sei im Krankenhaus verstorben. Nun rückte die Spurensicherung an.
Diese landete unter dem Haus einen Volltreffer und stieß auf die sterblichen Überreste des Vermieters. Merritt und ihr Partner behaupteten, es handele sich um die Gebeine eines Hundes; Kerdachi habe sich nach Afrika abgesetzt und seinen Tod vorgetäuscht. Die Blutspuren sollen von vergammeltem Fleisch stammen.
Die Gerichtsmediziner konnten damit klarerweise nicht getäuscht werden. Das Duo sitzt seitdem im Harris County Jail und wartet auf den Prozess.