Dreiste Betrugsmasche mitten auf der Straße: In New York soll eine 69-jährige Frau um Schmuck im Wert von rund 5.000 Dollar gebracht worden sein. Der Aufhänger der mutmaßlichen Täter: ein angeblich gewinnbringender Lottoschein.
Wie "Fox 5 NY" unter Berufung auf die New Yorker Polizei berichtet, wurde die Frau am Samstag gegen 10.50 Uhr in Woodhaven im Stadtteil Queens von zwei Männern angesprochen. Die Männer sollen in einem hellgrauen BMW-SUV unterwegs gewesen sein.
Den Angaben zufolge behaupteten die beiden Männer, sie hätten ein Gewinnerlos, könnten es wegen ihres Aufenthaltsstatus aber nicht selbst einlösen. Die Frau soll daraufhin Schmuck im Wert von etwa 5.000 Dollar gegen das vermeintliche Gewinnlos eingetauscht haben.
Damit war die Masche aber noch nicht vorbei. Die Männer sollen die 69-Jährige anschließend gebeten haben, in einer nahegelegenen Apotheke Schmerzmittel zu kaufen. Als die Frau das Geschäft betrat, flüchteten die mutmaßlichen Täter mit der Beute.
Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die Polizei sucht weiter nach zwei Männern. Einer soll ein weißes Shirt, Khaki-Hosen und eine Schiebermütze getragen haben, der zweite komplett schwarze Kleidung und eine schwarze Baseballkappe.
Der Fall zeigt eine Masche, vor der auch in Österreich immer wieder gewarnt wird: angebliche Lotto-Gewinne, bei denen Opfer durch falsche Versprechen zu Zahlungen oder zur Herausgabe von Wertgegenständen gebracht werden sollen.
Die Österreichischen Lotterien und win2day betonen, dass sie kein Telefonmarketing betreiben. Wer telefonisch um persönliche Daten oder Bankdaten gebeten wird, solle diese keinesfalls bekannt geben und das Gespräch beenden.
Konkret warnen Arbeiterkammer Niederösterreich und Landeskriminalamt laut Österreichischen Lotterien vor Anrufen und E-Mails im Namen von "EuroMillions". Darin werde ein angeblicher Lotteriegewinn von knapp unter 100.000 Euro in Aussicht gestellt. Danach sollen Betroffene zu Zahlungen auf ein türkisches Konto für eine vermeintliche Transportversicherung gedrängt werden.
Besonders gefährlich wird es, wenn angebliche Gewinner erst zahlen sollen, bevor sie an ihr Geld kommen. Auch Firmen- oder Lotterienamen, die echt klingen, bedeuten nicht, dass dahinter tatsächlich ein seriöser Anbieter steht.
Die Österreichischen Lotterien halten fest, dass sie mit ähnlich klingenden Firmen wie "EuroMillions", "EuroMillionswin", der "Gewinner Österreich GmbH" oder anderen Organisationen nichts zu tun haben. Betrüger würden auch unbefugt Firmenadresse, Firmenbuchnummern oder geschützte Logos verwenden.
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