Frau falsch gekündigt, jetzt kriegt sie 17.000 Euro

Die AK erkämpfte für die Frau mehr als 17.000 Euro.
Die AK erkämpfte für die Frau mehr als 17.000 Euro.iStock
Eine Frau wurde nach 30 Jahren von ihrer Firma laut AK grundlos gekündigt. Sie bekam im Nachhinein 17.000 Euro nachgezahlt. Das waren die Gründe.

Eine Büroangestellte aus dem Bezirk Vöcklabruck ist ihrer Firma 30 Jahre lang treu geblieben. Dennoch wurde sie laut AK nun grundlos gekündigt. Die Frau wandte sich an die AK Vöcklabruck. Die Kündigung konnte zwar nicht rückgängig gemacht werden, es wurden aber einige Fehler bei der Kündigung festgestellt. Und die brachten der Frau richtig viel Geld. 

1Falsche Frist

Statt der kollektivvertraglichen Kündigungsfrist von fünf Monaten hatte die Firma nur vier Monate vorgesehen. Nach Intervention der AK-Rechtsberatung wurde diese Frist um den fehlenden Monat verlängert. 

2Falsche Abfertigung

Nach Ende des Dienstverhältnisses ging die Frau mit ihrer Endabrechnung auf Anraten der AK-Expertin erneut zur Beratung. Und dabei wurden weitere Fehler gefunden. "Sie hatte 21 Jahre lang Vollzeit bei der Firma gearbeitet und nach einer Karenz ein paar Jahre Teilzeit. Die Abfertigung war aber nur auf Basis des letzten Teilzeitgehalts berechnet worden. Gesetzlich vorgeschrieben ist aber eine Berechnung auf Basis der durchschnittlichen Arbeitszeit über das gesamte Arbeitsverhältnis. Erst als die AK das von der Firma einforderte, berechnete diese die Abfertigung korrekt", berichtet die AK.

3Viel zu wenig ausbezahlt

Das alles hatte gravierende Auswirkungen darauf, wieviel die Frau ausbezahlt bekam. Alleine die Differenz bei der Abfertigung machte 15.653 Euro aus. Dazu kam die Nachzahlung eines Monatsgehalts von 1662 Euro aufgrund der zu kurzen Kündigungsfrist. "Insgesamt bekam die Frau dank der Interventionen der AK um 17.315 Euro mehr ausbezahlt", so die Arbeitnehmervertreter.


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