Frau jahrelang geschlagen – Mann erhielt Geldstrafe

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig.Bild: Unsplash
In Klagenfurt ist ein Mann, der jahrelang seine Frau geschlagen haben soll zu einer Geldstrafe von 2.000 Euro – nicht rechtskräftig – verurteilt worden.
Am Landesgericht Klagenfurt stand am Montagvormittag ein Prozess wegen Stalkings und fortgesetzter Gewaltausübung auf dem Programm. Angeklagt war ein 34-Jähriger, der seine Frau jahrelang geschlagen, bedroht und gedemütigt zu haben.

Das Opfer flüchtete bereits 2014 in Frauenhaus. Ein damaliger Prozess endete allerdings mit einer Diversion. Doch auch in weiterer Folge tat er seiner Frau regelmäßig Gewalt an. Er lauerte er ihr auch bei beruflichen Terminen auf und lockte sie unter falschen Vorwänden an Orte, um "mit ihr reden zu können", wie er vor Gericht aussagte.

Der Angeklagte sagte außerdem, dass ihm sein Verhalten leid tue und er seine Ehe mit der Frau retten wolle. Diese lebt und arbeitet mittlerweile in Deutschland. Der Beschuldigte war bereit seiner Frau 200 Euro Teilschmerzensgeld zu zahlen.

Unbescholtenheit und Geständnis wirkten strafmildernd



CommentCreated with Sketch.3 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Richterin entschied auf das Zehnfache. 200 Tagsätze à zehn Euro muss der Mann nun berappen. Die Höhe der Summe hängt unmittelbar mit der Höhe seines Arbeitslosengeldes zusammen.

Der lange Zeitraum, über den sich die Taten erschreckt haben und das Zusammentreffen von zwei Vergehen wertete die Richterin als Erschwernisgründe. Sein Geständnis und seine Unbescholtenheit waren strafmildernd. Der Angeklagte nahm das Urteil an, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab. Somit ist das Urteil nicht rechtskräftig.



(mr)

Nav-AccountCreated with Sketch. mr TimeCreated with Sketch.| Akt:
KlagenfurtNewsKärntenGerichtsurteilUrteil

ThemaCreated with Sketch.Mehr zum Thema