Offenbar kam es vor einigen Tagen zu einer weiteren Home Invasion in Niederösterreich. Zur Erinnerung: Anfang Februar kam es in Würnitz (Bezirk Korneuburg) zu einem Einbruch in ein Wohnhaus. Der Besitzer des Hauses, ein 71-Jähriger, konnte seine Faustfeuerwaffe ziehen und auf die Eindringlinge schießen. Der angeschossene Täter brach im Garten zusammen, wurde von der Rettung ins Spital gebracht. Dort wurde die Festnahme ausgesprochen.
Wie nun der "Kurier" berichtet, kam es bereits am 23. Februar zu einem ähnlich gelagerten Fall. Wie es unter Berufung auf eine Bestätigung seitens der Landespolizeidirektion Niederösterreich heißt, ereignete sich dieser Fall in der 300-Seelen-Gemeinde Untertullnerbach (Bezirk St. Pölten).
Dabei drangen zumindest zwei unbekannte Täter in das Haus einer 76-jährigen Pensionistin ein – offenbar ging es den Angreifern bewusst um ein wehrloses Opfer. Laut "Kurier" wurde die Frau mit Gewalt niedergerungen und angebunden. Während die Pensionistin ohne Möglichkeit zur Gegenwehr an einen Stuhl gebunden war, räumten die Kriminellen ihre Wohnung aus – Geld, Schmuck und Wertgegenstände wurden zur Beute der Einbrecher.
Fast 24 Stunden musste die 76 Jährige gefesselt und geknebelt ausharren, ehe sie von Angehörigen entdeckt und befreit wurde. Die Frau wurde umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Täter sind auf der Flucht. Seitens der Staatsanwaltschaft St. Pölten laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Zu klären gilt unter anderem auch, ob Lebensgefahr bestanden hat.
Der Grund, warum die Polizei mit diesem Vorfall nicht offensiv kommunizierte, ist einfach. Im konkreten Fall wollte man die "umfangreiche Tatortarbeit" abschließen. Es sei aber eine Aussendung mit dem Ersuchen um Hinweise und einem Zeugenaufruf geplant.