Frauen schlafen sich krank statt dünn

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Um Gewicht zu verlieren, versuchen manche Abnehmwillige alles. Der Preis dafür kann hoch sein, wie die unsinnige Dornröschen-Diät zeigt.
Wer schläft, isst nicht. Klingt logisch und ist das Motto der gefährlichen Dornröschen-Diät. Die Idee dahinter: Besonders Frauen schlafen möglichst lange, um so wortwörtlich ihre Mahlzeiten zu verpennen.

Die Abnehmwilligen bleiben aber nicht einfach einige Stunden länger mit knurrendem Magen im Bett liegen, sondern hauen sich mit Benzodiazepinen regelrecht weg. Die Beruhigungsmittel sind schlaffördernd und angstlösend, sie machen aber sehr schnell abhängig und können schwere körperliche Schäden, etwa am Gehirn, mit sich bringen.

Nutzen ist nicht bewiesen

Die Diät habe ihren Ursprung in Pro-Anorexie-Foren, in denen Magersucht idealisiert wird, schreibt "Metro UK". Das zeige, wie unsinnig diese Form der Ernährung sei. Jene, die hoffen, mit dieser Diät abzunehmen, bezahlen einen hohen Preis: Neben den körperlichen Schäden haben sie keine Zeit mehr zu leben.

Zudem sei gar nicht bewiesen, dass diese Diät etwas nütze, sagte Haleh Moravej von der Manchester Metropolitan University zu "Metro UK". "Genug Schlaf ist wichtig, um Übergewicht vorzubeugen. Ein Mangel führt dazu, dass die Menschen mehr fetthaltige und zuckerhaltige Lebensmittel essen." Zu viel Schlaf wiederum könne ebenfalls schädlich sein und zu Muskelschwund und einem langsameren Stoffwechsel führen.

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