Bei der Versorgung von Schlaganfallpatienten gibt es in Österreich nach wie vor Verbesserungspotenzial: Das legt auch der jüngste Rechnungshofbericht über zwei diesbezügliche Reformpool-Projekte dar. U.a. zeigte eine geschlechtsspezifische Auswertung, dass Frauen seltener an Stroke Units - den Spezialeinheiten zur Versorgung in den neurologischen Abteilungen - zugewiesen werden.
Bei der Versorgung von Schlaganfallpatienten gibt es in Österreich nach wie vor Verbesserungspotenzial: Das legt auch der jüngste Rechnungshofbericht über zwei diesbezügliche Reformpool-Projekte dar. Unter anderem zeigte eine geschlechtsspezifische Auswertung, dass Frauen seltener an Stroke Units - den Spezialeinheiten zur Versorgung in den neurologischen Abteilungen - zugewiesen werden.
Österreichweit erleiden jährlich rund 25.000 Menschen einen potenziell lebensgefährlichen Schlaganfall durch einen Gefäßverschluss in Folge eines Thrombus im Gehirn. An die 60.000 Personen leiden an den Spätfolgen, die Zahl der jährlichen Todesopfer beträgt rund 5.000.
Zur Senkung der Spätfolgen und der Sterblichkeit ist die frühestmögliche Versorgung der Patienten und der anschließende Rehabilitationsprozess ausschlaggebend.
In zwei Reformpool-Projekten in Oberösterreich und der Steiermark hat man zwischen 2006 und 2010 versucht, die gesamte Prozesskette, d. h. vom Eintritt des Schlaganfalls über die Akutbehandlung bis zur Rehabilitation, zu optimieren.
In Oberösterreich habe das "deutlich" und in der Steiermark "teilweise" zu einer Verbesserung in der Schlaganfallversorgung beigetragen, hält der jüngste Rechnungshofbericht fest.
Die gewonnenen Daten und daraus erstellten Berichte förderten die Transparenz bei der Versorgung und hätten Qualitätsverbesserungen ermöglicht, heißt es.
Kritisiert wird die Dauer des Weitertransports von Akut-Schlaganfallpatienten (sogenannte Interhospitaltransfers), die in Oberösterreich als "nicht optimal" bewertet wurde. Die Gründe dafür sollten untersucht und der Mangel behoben werden.