Von Picasso bis zur Moderne

Frauenpower: Diese Ausstellung sorgt für Gesprächsstoff

Die Sommerausstellung in Gmünd rückt Frauenbilder und weibliche Perspektiven in den Fokus. Dabei geraten auch Kunstgrößen wie Picasso in Kritik.
Heute Entertainment
10.05.2026, 17:26
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Von Picasso bis Maria Lassnig: Die neue Sommerausstellung im Kunsthaus Gmünd dreht sich heuer ganz um Frauenbilder in der Kunst. Unter dem Titel "GIRL. WOMAN. OTHER. Ikonische Frauenporträts von Matisse bis Alex Katz" treffen große Namen wie Henri Matisse, Pablo Picasso, Louise Bourgeois und Alex Katz auf spannende zeitgenössische Künstlerinnen.

Kuratorin Julia Schuster rückt dabei starke, selbstbestimmte Frauenbilder in den Mittelpunkt. Die Schau zeigt, wie unterschiedlich Weiblichkeit dargestellt wird – zwischen Stärke, Verletzlichkeit, Selbstfindung und Rebellion. Besonders spannend: Die Ausstellung hinterfragt auch den männlichen Blick auf Frauen in der Kunst.

Pablo Picasso als umstrittener Künstler

Neben weltbekannten Namen setzen auch Künstlerinnen wie Sevda Chkoutova, Linda Berger und Ina Loitzl spannende neue Akzente. Gleichzeitig regt die Schau zum Nachdenken an: Arbeiten von Pablo Picasso zeigen Frauen häufig als Muse oder Projektionsfläche männlicher Begierde – Darstellungen, die heute vielfach kritisch als Reduktion auf den weiblichen Körper interpretiert werden.

Ina Loitzl als Pieta.
ORF

Kritikerinnen werfen Picasso konkret vor, Frauen in seiner Kunst zu Passivität, sexuellen Objekten oder Deformationen zu reduzieren. Seine späten Darstellungen von Frauen (insb. Olga Chochlowa oder Dora Maar) werden oft als monströs, entstellt oder gewalttätig kritisiert.

Im Gegenzug setzen nun moderne Künstlerinnen auf Selbstbestimmung und eigene Sichtweisen. Zwischen Stärke und Verletzlichkeit zeigt die Ausstellung die vielen unterschiedlichen Seiten weiblicher Lebensrealitäten. Begleitet wird die Ausstellung von Workshops und Programmpunkten speziell für junge Mädchen.

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