Frauentags-Bim kurvt den ganzen März durch Wien

"Die Frauentagsstraßenbahn ist ab sofort auf Schiene und macht Frauen in der Stadt sichtbar", so Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaal (2.v.l.) und der für die Wiener Linien zuständige Stadtrat Peter Hanke (beide SPÖ). Gemeinsam mit Frauentags-Straßenbahnfahrerin Cennet Yilmaz (Mitte), Danielle Spera (Direktorin des Jüdischen Museums Wien, 2. v. r.) und Singer-Songwriterin Virginia Ernst (rechts) gaben sie den Startschuss für die "Frauentags-Bim", die ab sofort einen Monat lang auf der Linie 1 unterwegs ist.
"Die Frauentagsstraßenbahn ist ab sofort auf Schiene und macht Frauen in der Stadt sichtbar", so Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaal (2.v.l.) und der für die Wiener Linien zuständige Stadtrat Peter Hanke (beide SPÖ). Gemeinsam mit Frauentags-Straßenbahnfahrerin Cennet Yilmaz (Mitte), Danielle Spera (Direktorin des Jüdischen Museums Wien, 2. v. r.) und Singer-Songwriterin Virginia Ernst (rechts) gaben sie den Startschuss für die "Frauentags-Bim", die ab sofort einen Monat lang auf der Linie 1 unterwegs ist.PID/Martin Votava
Am 8. März ist internationaler Frauentag. Coronabedingt wird heuer online gefeiert. Eine Sonderbim der Wiener Linien macht ab heute darauf aufmerksam.

Kommenden Montag findet der Internationale Tag der Frauen statt. Festakte und Workshops im Rathaus sind diesmal aufgrund der Coronakrise nicht möglich, dafür gibt es ein buntes Online-Programm. Darauf aufmerksam macht seit heute eine zur "Frauentags-Bim" umgestaltete Garnitur der Linie 1. Diese wurde heute, Montag, von Frauenstadträtin und Vizebürgermeisterin Kathrin Gaal und Öffi-Stadtrat Peter Hanke (beide SPÖ) vor der Börse (City) präsentiert. Gemeinsam mit der Direktorin des Jüdischen Museums Wien Danielle Spera und Singer-Songwriterin und Eishockeyspielerin Virginia Ernst gaben sie den Startschuss für die "Frauentags-Straßenbahn".

"Die Frauentags-Straßenbahn fährt ab sofort mit unserem Motto 'Frauen. Gestalten. Zukunft' durch die Stadt. Das freut mich besonders, weil es wichtig ist, Frauen sichtbar zu machen. Starke Frauen als Vorbilder machen Mädchen und jungen Frauen Mut und zeigen, dass ihnen alle Chancen offen stehen", betont Gaal. Frauen treffe die Mehrfachbelastung durch Home Office und Home Schooling stärker als Männer, das habe die Corona-Zeit gezeigt. Umso wichtiger sei es, Tag für Tag für Gleichberechtigung und gleiche Chancen einzutreten. "Der Online-Frauentag wartet am 8. März mit einem umfangreichen Programm. Wir informieren, beraten, vernetzen – und stärken Frauen. Schauen Sie jetzt schon auf der Webseite vorbei. Wir Frauen gestalten gemeinsam die Zukunft", so Gaal.

Für mehr Sichtbarkeit der Leistung der Frauen tritt auch Öffi-Stadtrat Peter Hanke ein: "Der Frauentag am 8. März ist genau dafür ein wesentliches Ereignis. Mit der Frauentags-Bim schaffen wir zudem breite Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Das ist gerade heutzutage enorm wichtig. Die Wiener Linien beteiligen sich daher gerne an dieser tollen Aktion", betont Hanke. 

Bim im März mit dem Motto "Frauen. Gestalten. Zukunft" unterwegs

Ab heute ist die Frauentags-Bim einen Monat lang auf der Linie 1 zwischen Stefan-Fadinger-Platz (Favoriten) und Prater Hauptallee (Leopoldstadt) unterwegs. Das Motto "Frauen. Gestalten. Zukunft" soll so sofort weithin sichtbar sein und den Online-Frauentag der Stadt Wien bewerben. 

Ebenfalls schon ab heute verraten drei Prominente – Künstlerin Birgit Denk, die Direktorin des Jüdischen Museums Wien Danielle Spera und Singer-Songwriterin Virginia Ernst – in Videos auf der Webseite, warum der Frauentag für sie wichtig ist und was sie während der Corona-Zeit erlebt haben. Bis zum Frauentag am 8. März kommen Videos von fünf weiteren Alltagsheldinnen dazu. Die Videos sind den ganzen März über auf der Webseite abrufbar.

"Im abgelaufenen Jahr haben wir Frauen einmal mehr gezeigt, was in uns steckt. Mit Willensstärke, Mut und Optimismus meistern wir sämtliche Herausforderungen", ist Ernst überzeugt. Für Spera sei das Jahr 2020 eine "Hochschaubahn der Gefühle" gewesen, sowohl beruflich als auch privat. "Dennoch habe ich als Frau versucht, auch in diesen schwierigen Zeiten Positivität vorzuleben", so die Direktorin des Jüdischen Museums Wien. Für Denk ist der Frauentag eine tolle Gelegenheit, darauf hinzuweisen, wie viel Frauen eigentlich leisten, sei es im Beruf oder in der Familie. "Diese Leistung muss gewürdigt werden, und darauf machen wir am Internationalen Frauentag aufmerksam", so die Künstlerin.

Online-Frauentag mit Gratis-Kursen, Lesung und Filmpremiere

Der Online-Frauentag rund um den 8. März bietet ein spannendes Programm. Schon jetzt kann man sich durch das Angebot auf der Frauentags-Webseite klicken. Zum Programm zählen etwa Gratis Online-Kurse, Workshops, Online-Events sowie eine Lesung der Autorin Julya Rabinowich und die Filmpremiere von "Tricky Women"-Kurzfilmen.

Der Wiener Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerförderungsfonds waff bietet den Gratis-Online-Workshop "Jobfit mit Social Media", einen Online-Kurs zum Thema "Frauen in die Technik" sowie einen Programmier-Workshop für Mädchen unter dem Titel "Roberta: Mädchen lernen mittels Lego-Robotern spielerisch programmieren".

Ein Höhepunkt ist auch die Enthüllung der beiden neuen Tafeln der Pionierinnengalerie im Arkadenhof des Wiener Rathauses (City), der man via Video am 8. März beiwohnen kann. Die Galerie macht ab heuer 24 Frauen in ihrem Schaffen in und für Wien sichtbar. "Der rote Faden, der sich durch die Ausstellung zieht, ist das Ziel: Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern", so die Stadt.

Im Frauenzentrum der Stadt Wien dreht sich am 8. März alles um das Thema "Unterstützung für mich! Frauen und psychisches Wohlbefinden." Exklusiv an diesem Tag bieten Klinische- und Gesundheitspsychologinnen Erstberatung am Telefon an – kostenlos, vertraulich und anonym (Telefon: 01/408 70 66).

Mit der Corona-Pandemie steigt die psychosoziale Belastung, der Frauen ausgesetzt sind. Beraterinnen geben in vier Videos zu verschiedenen Themenbereichen Tipps. Zudem stellt sich das Frauenservice der Stadt in drei Kurz-Videos vor.

Die vom Frauenservice gestaltete Audio-Führung "Wege der Frauen durchs Rathaus" beleuchtet neun wichtige frauenpolitische Entwicklungen rund um das Leben von Frauen und Mädchen in Wien – von "Frauengeschichte erzählt" über "Den Frauen ihr Wahlrecht" und "Frauen und die Stadt" bis zu "Wien – Stadt der Mädchen". Die einzelnen Themen sind verschiedenen Stationen im Wiener Rathaus zugeordnet.

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