"Ein gutes Leben für alle", dazu gehöre Chancengleichheit und Selbstbestimmung für jeden Menschen, forderte Projektleiterin Lena Jäger vor dem Start der Eintragungswoche.
Die Initiatoren des Frauenvolksbegehrens wollen 650.000 Unterschriften sammeln. Derzeit haben sie 247.436 Unterstützungserklärungen – deutlich mehr als die 100.000, die für eine Behandlung im Nationalrat notwendig sind.
Bei einer Analyse der bisherigen Unterstützerzahlen zeigt sich ein starkes Stadt/Land-Gefälle, denn während österreichweit insgesamt 3,9 Prozent der Stimmberechtigten unterzeichneten, waren es in urbanen Zentren 5,8 Prozent und in Städten und ihrem Umland 3,8 Prozent, auf dem Land jedoch nur 2,7 Prozent der Stimmberechtigten. Auch im Vergleich der Bundesländer ragt die Bundeshauptstadt mit 6,0 Prozent heraus, die geringste Unterstützung gab es in Vorarlberg mit 2,7 Prozent der Stimmberechtigten.
Forderungen
Gefordert wird von den Volksbegehren-Initiatorinnen unter anderem, dass die Hälfte aller Positionen in Politik und Wirtschaft von Frauen besetzt werden, Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern beseitigt und Alleinerziehende und ihre Kinder aus der Armut geholt werden. Außerdem sollen Eltern in ganz Österreich bei der Kinderbetreuung Wahlfreiheit haben. Für von Gewalt betroffene Frauen wird ein besserer Schutz gefordert.
"Die Gleichstellung von Frauen ist in einem breiten Kotext zu sehen. Wir erleben aktuell ein Wiederaufflammen autoritärer Einstellungen", meinte Sprecherin Schifteh Hashemi in einem Statement gegenüber der APA. Sie fürchtet Rückschritte und dass hart erkämpfte Errungenschaften infrage gestellt werden. Das Frauenvolksbegehren hingegen stehe für Vielfalt, Teilhabe und Chancen für alle in einer offenen Gesellschaft.
Zeitgleich finden das „Don't smoke"-Volksbegehren und das gegen die ORF-Zwangsgebühren statt.
(red)