"War voller Blut"

Freund von Terror-Opfer tot an ihrem Grab gefunden

Fast drei Jahre nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 ist der Freund eines Nova-Opfers tot auf ihrem Grab gefunden worden.
André Wilding
04.08.2026, 12:11
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Die Folgen des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 beschäftigen viele Betroffene bis heute. Nun sorgt ein weiterer tragischer Fall in Israel für Bestürzung: Der 30-jährige Bar Araf wurde am Samstagabend tot an der Grabstätte seiner Freundin Liron Barda im Westjordanland gefunden.

Laut seiner Familie hatte seine Schwester den Mann entdeckt. Gegenüber der israelischen Nachrichtenseite "Walla" schilderte sie den Moment: "Meine Schwester hatte ein Gefühl und sagte mir, ich solle hinfahren. Ich fuhr los und sah ihn plötzlich neben Lirons Grab liegen. Ich sagte zu ihm: 'Steh auf, was machst du denn schon wieder?' Dann bemerkte ich, dass er voller Blut war. Neben ihm trat ich auf eine Waffe. Ich schrie. Ich konnte nicht mehr funktionieren."

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"Er starb, wo er am liebsten sein wollte"

Der Vater begann sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, doch der 30-Jährige konnte nicht mehr gerettet werden. "Er war kalt. Die Rettungskräfte versuchten alles. Er starb dort, wo er am liebsten sein wollte - bei der Frau, bei der er am liebsten sein wollte", sagte seine Schwester.

In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Wenn du unter Suizidgedanken, Depressionen oder anderen Ausnahmesituationen leidest, bietet die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 von 0-24 Uhr kostenlos und anonym schnelle Unterstützung.

Weitere Ansprechstellen für Betroffene:

Kriseninterventionszentrum Wien: 01/40 69 595
Rat auf Draht: 147
Weisser Ring - Verbrechensopferhilfe: 0800 / 112 112

Liron Barda war beim Hamas-Überfall auf das Nova-Festival getötet worden. Sie arbeitete dort und blieb nach Berichten von Überlebenden vor Ort, um Verletzten zu helfen, anstatt zu fliehen. Aufnahmen ihrer letzten Minuten sollen zeigen, wie sie sich um verletzte Festivalbesucher kümmerte. Bar Araf machte sich am 7. Oktober auf den Weg zu ihr, wurde laut dem Bericht jedoch von Sicherheitskräften zurückgeschickt.

Mehr als 1.200 Todesopfer

Nach Angaben des Berichts hielt der 30-Jährige auch in den Jahren nach dem Terrorangriff engen Kontakt zu Lirons Familie und besuchte ihre Eltern regelmäßig. Die Trauer über den Verlust seiner Freundin habe ihn dauerhaft begleitet.

Der Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 forderte mehr als 1.200 Todesopfer. Rund 250 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt, nicht alle kehrten lebend zurück. Die Folgen des Massakers belasten viele Überlebende und Angehörige bis heute. Laut dem Bericht sprach der Nova-Überlebende Guy Ben Shimon bereits im April 2024 von 50 Suiziden unter Überlebenden des Festivals in den ersten sechs Monaten nach dem Angriff. Demnach sei diese Zahl inzwischen weiter gestiegen.

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