"Friedensgipfel" der SPÖ fand in Kärntner Hotel statt

Pamela Rendi-Wagner und Hans Peter Doskozil: Die Polit-Risse sollen gekittet werden.
Pamela Rendi-Wagner und Hans Peter Doskozil: Die Polit-Risse sollen gekittet werden.Ernst Weingartner / Weingartner-Foto / picturedesk.com
Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Parteichefin Pamela Rendi-Wagner haben das SPÖ-interne Kriegsbeil begraben. "Heute" hat Details.

Tagelang haben sich SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner und SPÖ-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil öffentlich gegenseitig kritisiert. Während die SPÖ-Chefin dem Burgenland-Granden Unehrlichkeit und dass er FPÖ-Chef Herbert Kickl imitieren wolle vorwarf, sprach Doskozil von "Kindergartenniveau" und dass man weiter nach einem Schuldigen für das Parteitags-Debakel suchen wolle, statt sich auf die Politik der Sozialdemokratie zu konzentrieren.

"Krieg nie das Ziel" – Doskozil spricht im Rendi-Streit

Fast wie ein Staatsgeheimnis wurde deshalb ein Termin am Dienstag gehütet: Da nämlich traf man sich auf "neutralem" Kärntner Boden, nämlich in einem Hotel in Wolfsberg, zum "Friedensgespräch". Ergebnis: "Die öffentliche Diskussion reicht jetzt einmal", begräbt Doskozil im "Heute"-Sommerinterview das Partei-Kriegsbeil. "Jetzt sind alle erwachsen genug, dass wir auf der einen Seite versuchen sollten, das persönliche Gespräch zu suchen und zu finden."

Parteichefin mit Kaiser auf Schifffahrt

An oberster Stelle stehe immer "das Interesse der Partei und nicht von Personen", so Doskozil. Während man nun die Risse kitten wolle, könne man "in einem zweiten Schritt" diskutieren, wie man erfolgreich werde, "die Frage von Personen kommt als letztes", so Doskozil. Und seine Parteichefin? Die rückte noch am Dienstagnachmittag zum Pressegespräch aus – wohl auch um eine harmonische Optik bedacht bei einer Schifffahrt mit Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser am Wörthersee. 

Kaiser war auch der "Vermittler" im Gespräch der SPÖ-Krisenrunde. Gespannt wurde für den Nachmittag noch ein Statement der roten Parteichefin erwartet. Dieses kam prompt: "Wir haben uns darauf verstanden, einen internen Diskussionsprozess zu starten", richtete sie aus. "Jeder und jede trägt auf seiner oder ihrer Ebene Verantwortung, einen Beitrag für mehr Vertrauen in der Bevölkerung zu leisten." Dass sie weiter SPÖ-Chefin bleiben werde, davon dürfe man ausgehen, so Rendi-Wagner.

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