Friseur-Maskenpflicht sorgt in Wien für große Verwirrung

Eine Kundin lässt sich beim Friseur die Haare schneiden.
Eine Kundin lässt sich beim Friseur die Haare schneiden.dm/Marco Riebler / OTS (Symbolbild)
Müssen Friseure in Wien Masken tragen? Über diese Frage herrscht aktuell Verwirrung. Eine Sonderregelung der Stadt gibt es aber offenbar nicht.

Seit Donnerstag, dem 22. Juli, tragen viele Friseure in der Bundeshauptstadt wieder einen Mund-Nasen-Schutz. Grund dafür soll laut "Wien heute" eine Sonderregel der Stadt Wien für körpernahe Dienstleister sein. Die Aufregung in der Branche ist dementsprechend groß, laut der Stadt gibt es diese Regel aber so nicht, heißt es in dem Bericht.

Die Friseurinnung der Wirtschaftskammer hat am Donnerstag ihre knapp 1.600 Mitglieder per Mail darüber informiert, dass wieder Maskenpflicht für Friseure in Wien besteht. Das lesen Juristen zumindest aus einem Absatz der neuen Wiener Covid-19-Öffnungsbegleitverordnung heraus.

"Alle unsere geimpften Mitarbeiter, so auch ich, gehen weiterhin regelmäßig testen. Und jetzt tragen wir zusätzlich eine Maske. Die Kunden aber nicht. Das muss mir wer erklären", erzählt ein sichtlich verärgerter Hannes Steinmetz, Geschäftsführer des Steinmetz-Bundy Privatsalons im Gespräch mit "Wien heute".

"Bei mir hat permanent das Handy geläutet und die Mitglieder haben sich dementsprechend Luft verschafft und haben da einiges losgelassen betreffend der verschärften Maßnahmen in Wien", ergänzt Marcus Eisinger, Landesinnungsmeister der Wiener Friseure im "Wien heute"-Interview.

FFP2-Maske ohne "3G"-Nachweis

Im Büro des zuständigen Gesundheitsstadtrats Peter Hacker von der SPÖ legt man die Verordnung auf ORF-Anfrage allerdings anders aus. In einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber dem ORF heißt es: "Durch die Öffnungsbegleitverordnung des Landes Wiens hat sich für körpernahe DienstleisterInnen nichts geändert".

Mitarbeiter benötigen also keine Maske, wenn sie einen "3G"-Nachweis – geimpft, getestet oder genesen – vorlegen können. Ansonsten müssen Friseure aber eine FFP2-Maske tragen. Für die Friseurinnung ist das laut "Wien heute" durchaus überraschend.

"Ich würde mir einfach wünschen, dass in dem Wirrwarr an Verordnungen, das da mittlerweile herrscht, vielleicht die eine oder andere sinngebende Erklärung hinzugefügt wird", so Innungsmeister Eisinger gegenüber "Wien heute". Es gilt also wohl letztendlich die Auslegung der Stadt.

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