Der nächste Schritt

Fritz! feiert Jubiläum und schmiedet neue Pläne

Fritz! blickt auf 40 Jahre Firmengeschichte zurück und stellt gleichzeitig neue Pläne für Europas digitale Zukunft vor.
Rene Findenig
08.07.2026, 19:19
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Seit vier Jahrzehnten ist Fritz! auf dem Markt. Was 1986 als Berliner Unternehmen mit dem Ziel begann, Netzwerktechnik einfacher zu machen, hat sich inzwischen zu einem der bekanntesten Anbieter für Heimnetzwerke in Europa entwickelt. Zum 40-jährigen Bestehen blickt das Unternehmen nicht nur auf seine Geschichte zurück, sondern kündigt gleichzeitig neue Initiativen an. Im Mittelpunkt stehen dabei die digitale Unabhängigkeit Europas sowie die Sicherheit von Heimnetzwerken.

Heute sind nach Unternehmensangaben weltweit mehr als 25 Millionen Fritz!Boxen im Einsatz. Die Geräte finden sich in Privathaushalten ebenso wie in kleinen Büros und haben sich über die Jahre von klassischen Internetroutern zu zentralen Bausteinen des digitalen Zuhauses entwickelt. Neben Internetzugang gehören mittlerweile auch Telefonie, WLAN, Smart-Home-Funktionen und Glasfaserlösungen zum Angebot.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Der Weg begann mit einer Kommunikationskarte

Die Geschichte von Fritz! reicht bis ins Jahr 1986 zurück. Einen wichtigen Meilenstein markierte 1995 die Einführung der Fritz!Card, die den Zugang zur digitalen Kommunikation im privaten und beruflichen Umfeld vereinfachen sollte. 2004 brachte die erste Fritz!Box. Statt mehrere Geräte einzusetzen, wurden Modem, WLAN-Router und Telefonanlage vereint. Später kamen weitere Funktionen hinzu. In den folgenden Jahren wurde das Portfolio erweitert: Repeater für größere WLAN-Abdeckung, Mesh, Smart Home und Modelle für Glasfaseranschlüsse.

Auch im des Unternehmens hat sich viel verändert. 2024 schieden die Gründer aus. Gleichzeitig erhielt Fritz! neue Eigentümer und eine neue Geschäftsführung. Im Zuge dieser Veränderungen entstand ein Onlineshop, der 2025 offiziell gestartet wurde. Nach Unternehmensangaben ist Fritz! inzwischen in mehr als 40 Ländern vertreten – von Namibia bis Neuseeland. Entwickelt werden die Produkte weiterhin in Berlin, gefertigt wird in Europa. Für das Geschäftsjahr 2025 nennt das Unternehmen 925 Mitarbeitende sowie einen Umsatz von 630 Millionen Euro.

Einen wichtigen Meilenstein markierte 1995 die Einführung der Fritz!Card.
Fritz!

Router stehen im Mittelpunkt der Debatte

Mit dem Jubiläum verbindet Fritz! politische Forderungen. Das Unternehmen sieht Router als wichtigen Bestandteil der digitalen Infrastruktur Europas. Deshalb engagiert sich Fritz! seit Jahren für offene Standards und die freie Wahl von Endgeräten. Bereits in der Vergangenheit setzte sich das Unternehmen für die sogenannte Routerfreiheit ein. Nun soll dieses Engagement auf europäischer Ebene ausgeweitet werden. Parallel zum Jubiläum beteiligt sich Fritz! an der Gründung der SafeNet – Sovereignty Alliance for European Network Technology.

Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben Fritz! auch Devolo, Lancom und TDT. Die Allianz verfolgt das Ziel, die Abhängigkeit Europas von außereuropäischen Anbietern zu verringern. Nach Angaben der Initiatoren laufen mehr als 90 Prozent des europäischen Internetverkehrs über Router. Deshalb seien sie zentraler Bestandteil der digitalen Infrastruktur. Geplant sind mehr Transparenz bei Netzwerktechnik, stärkere Berücksichtigung europäischer Hersteller bei Beschaffungen sowie Entwicklung einer "Router and Network Technology-Security-Toolbox".

"Europa muss die Kontrolle behalten"

Jan Oetjen, CEO von Fritz!, beschreibt die Ziele der neuen Allianz so: "Unabhängige und sichere Netzwerktechnologie ist die Basis für eine digitale Souveränität Europas. SafeNet ist ein starker Zusammenschluss, der durch die gebündelte Expertise und Reichweite seiner Mitgliedsunternehmen eine kompetente Stimme im europäischen Markt schafft. Nur gemeinsam können wir sicherstellen, dass Europa die Kontrolle über die europäischen Netze behält und seine digitale Zukunft selbst gestaltet."

Nach Ansicht des Unternehmens müsse die Europäische Union dafür sorgen, dass zentrale Netzwerkkomponenten wie Router langfristig unabhängig verfügbar bleiben. Gleichzeitig fordert Fritz! passende regulatorische Rahmenbedingungen, um europäische Hersteller zu stärken. Das 40-jährige Bestehen soll Fritz! übrigens über das gesamte Jahr hinweg begleiten. Geplant sind verschiedene Aktionen für Kundinnen und Kunden, Vertriebspartner und Mitarbeitende. Einen besonderen Auftritt plant das Unternehmen außerdem auf der IFA

{title && {title} } rfi, {title && {title} } 08.07.2026, 19:19
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen