Frontex-Chef rechnet mit einer Million Flüchtlingen

Rund eine Million Flüchtlinge sollen 2016 nach Europa kommen, wenn es nach Fabrice Leggeri, dem Direktor der EU-Grenzschutzagentur Frontex, geht. Aktuell sei es wichtig die Flüchtlinge zu den Hotspots zu bringen.

 

"Es wäre ein Erfolg, wenn die Flüchtlingszahlen gegenüber 2015 stabil bleiben. Wir stellen uns angesichts der Lage in Syrien auch in diesem Jahr auf rund eine Million Flüchtlinge ein", sagte Leggeri den "Dortmunder Ruhr Nachrichten" am Mittwoch.

Aktuell müssen die Flüchtlinge von der Grenze zwischen Mazedonien und Griechenland in die Hotspots gebracht werden. "Dort kann geklärt werden, ob sie Anspruch auf Schutz haben. Leider stellen nur die wenigsten einen Asylantrag in Griechenland. Die anderen versuchen, auf eigene Faust nach Deutschland oder Schweden weiterzureisen", sagte Leggeri.

Von Zäunen und Patrouillen auf See hält der Experte nichts: "Die Erfahrung hat gezeigt, dass sie sie nicht stoppen." Er rechnet mit einem Anstieg über die Route von Lybien nach Italien. Denkbar seien auch Routen über die Ukraine und Russland, sowie von Griechenland nach Italien.
 

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