Frostnächte lassen Obstbauern in NÖ zittern

Verfrühten Blüten und Frostnächte bringen die Ernte der Obstbauern, besonders das Steinobst in Gefahr. Mit Schäden von bis zu 7 Millionen Euro wird gerechnet.

Dieser Frühling bringt die Obstbauern, aus Sorge um die heurige Ernte, ganz schön ins Schwitzen: Zunächst begann der Frühling und damit die Blüte der Marillen und Kirschbäume um etwa drei Wochen zu früh, und dann setzten die Rekord-Frostnächte ebendiesen Blüten auch noch zu. Einige Bäume dürften sich in diesem Jahr nicht mehr vom Frost erholen. Die Hagelversicherungen rechnen allein in Niederösterreich mit Schäden um die sieben Millionen Euro, berichtet der "ORF NÖ".

Kneipp-Wetter setzt den Blüten zu

Der März war in diesem Jahr im langjährigen Durchschnitt zu warm ("Heute" berichtete). Im April gab es, wie in den letzten Märznächten, bereits neue Kälte-Rekorde. Im niederösterreichischen Gars am Kamp (Bezirk Horn) wurden etwa Temperaturen von minus 10,2 Grad gemessen, für April eigentlich zu kalt. Das ließ einige Blüten die Farbe von zartem Rosa ins braun wechseln.

Niederösterreich ist in diesem Jahr flächendeckend von den Frostnächten betroffen. Obstbauern in ganz Österreich geht es jedoch nicht besser. "Aktuell gehen wir bei diesen Obstkulturen von einem Gesamtschaden in einer Höhe von rund 15 Millionen Euro aus", erklärt Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender vom ÖHV, der österreichischen Hagelversicherung. Wie groß die entstanden Einbußen bei der Ernte tatsächlich sind, kann jedoch erst in einigen Wochen abgeschätzt werden. Dann steht fest, welche Bäume Früchte tragen werden und welche nicht.

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