GeoSphere zieht Bilanz

Frühling 2026 war der trockenste der Messgeschichte

Der meteorologische Frühling 2026 war der niederschlagsärmste seit Beginn der Messungen. In vielen Regionen Österreichs fehlten bis zu 80 Prozent.
Newsdesk Heute
29.05.2026, 14:27
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Der Frühling 2026 brachte ungewöhnlich wenig Niederschlag nach Österreich. Laut einer aktuellen Auswertung von GeoSphere Austria fiel zwischen 1. März und 31. Mai so wenig Regen wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 169 Jahren. Das Niederschlagsdefizit lag im Schnitt bei minus 50 Prozent im Vergleich zum Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020.

Bereits die vorangegangenen Wintermonate waren von Trockenheit geprägt. Im März 2026 lag das Niederschlagsminus bei 58 Prozent, im April bei 68 Prozent und im Mai bei 33 Prozent. Besonders betroffen waren das Innviertel und der benachbarte Flachgau, wo bis zu 80 Prozent weniger Regen als üblich fiel. Auch das Mühl- und Waldviertel, die Obersteiermark sowie Teile von Osttirol und Oberkärnten waren stark betroffen.

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Wie geosphere.at berichtet, wurden an einzelnen Wetterstationen mit langen Messreihen neue Negativrekorde verzeichnet. In Lienz (Osttirol), wo seit 1854 gemessen wird, und in Ried im Innkreis (seit 1872) gab es so wenig Frühjahrsniederschlag wie nie zuvor.

Temperatur und Sonnenschein ebenfalls auffällig

Auch in Sachen Temperatur zeigte sich der Frühling 2026 wechselhaft. Nach einem sehr warmen Start folgte Ende März ein Kälteeinbruch, besonders im Westen des Landes. Die Eisheiligen im Mai brachten nochmals Abkühlung, bevor die Temperaturen zum Monatsende stark anstiegen. An 20 Wetterstationen wurden neue Mai-Rekorde gemessen. In Lienz etwa wurde am 26. Mai mit 33,3 Grad der Rekordwert aus 2009 übertroffen.

Im Vergleich zum langjährigen Mittel 1991 bis 2020 war der Frühling um 1,2 Grad wärmer, verglichen mit 1961 bis 1990 sogar um 2,7 Grad. Die höchste Temperatur wurde am 26. Mai mit 33,3 Grad nicht nur in Lienz, sondern auch in Haiming (Tirol) gemessen. Der kälteste bewohnte Ort war am 28. März Lech am Arlberg mit minus 15 Grad.

Mehr Sonnenschein durch Hochdruckwetter

Der Frühling 2026 war außerdem sonniger als üblich. Insgesamt gab es rund 15 Prozent mehr Sonnenschein. In Vorarlberg, dem Außerfern, dem Flachgau, Oberösterreich und Teilen Niederösterreichs lag das Plus bei mehr als 30 Prozent. Podersdorf am Neusiedler See war mit 755 Sonnenstunden der sonnigste Ort. Die Wetterstation Wachtberg/Steyr meldete mit 646 Sonnenstunden sogar ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel.

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