Im Libanon sind bei israelischen Angriffen laut Medienberichten mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldet, dass bei einem Angriff auf ein Gebäude in Nabatäa im Süden des Landes zwei Menschen getötet wurden. Drei weitere Personen starben in Bint Dschubail, das als Hochburg der Hisbollah-Miliz gilt und nahe der Grenze zu Israel liegt. Insgesamt hat das israelische Militär nach eigenen Angaben seit Beginn des Iran-Kriegs rund 700 Hisbollah-Anhänger getötet.
Auf Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP aus Nabatäa ist ein schwer beschädigtes Gebäude zu sehen. Aus den Trümmern steigt Rauch auf, Rettungskräfte und Feuerwehrleute sind im Einsatz.
Die vom Iran unterstützte Hisbollah hat laut eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle in Richtung Israel gestartet. Dabei wurden unter anderem ein Gebäudekomplex des Verteidigungsministeriums in Tel Aviv und weitere militärische Ziele im Norden Israels ins Visier genommen. Auch in Chiam im Südlibanon habe die Hisbollah laut eigenen Angaben geschossen, wo sich israelische Soldaten und die Miliz heftige Gefechte liefern.
Der Sprecher der israelischen Armee erklärt, dass die Streitkräfte seit Beginn der jüngsten Eskalation am 2. März bisher "rund 700" Hisbollah-Kämpfer getötet haben. Sprecher Nadav Shoshani sagt außerdem, die Miliz feuere weiterhin Raketen auf Israel ab, an manchen Tagen seien es "mehr als 100".
Nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran ab Ende Februar hat die mit dem Iran verbündete Hisbollah mit neuen Raketenangriffen auf Israel begonnen. Israel reagierte mit Luftangriffen auf Hisbollah-Ziele im Libanon und ist inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches Gebiet im Grenzbereich vorgerückt.
Seit Beginn der neuen Kämpfe wurden drei israelische Soldaten im Südlibanon getötet. Laut libanesischen Behörden sind durch israelische Angriffe mehr als 900 Menschen ums Leben gekommen.