Ukraine schlägt zurück

Fünf Tote bei Raketenangriff auf russische Stadt

Ein Raketenangriff auf Woronesch forderte fünf Todesopfer. Ein Industriebetrieb wurde schwer beschädigt, Dutzende Menschen verletzt.
Newsdesk Heute
22.06.2026, 23:08
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Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf die Stadt Woronesch im Südwesten Russlands sind laut Behördenangaben fünf Menschen ums Leben gekommen. "Wir haben heute äußerst schwere Verluste erlitten", erklärte Regionalgouverneur Alexander Gussew am Montag im Onlinedienst Telegram. "Fünf Menschen wurden infolge des Raketenangriffs auf die Stadt getötet."

Am meisten Schaden hat laut Gussew ein Industriebetrieb am Ufer des Woronesch-Flusses abbekommen, dort ist auch ein Brand ausgebrochen. Mehrere Dutzend Menschen haben medizinische Hilfe gebraucht, die meisten konnten aber nach der Behandlung wieder nach Hause.

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Der ukrainische Generalstab teilte zuvor mit, dass ukrainische Streitkräfte "erfolgreiche Angriffe auf ein Unternehmen zur Herstellung von Bauteilen für russische Raketen in der Stadt Woronesch" durchgeführt haben. Dabei sind luftgestützte Präzisions-Marschflugkörper eingesetzt worden.

Der Generalstab bezeichnete das getroffene Ziel als "bedeutende Komponente des russischen militärisch-industriellen Komplexes". Dort würden elektronische Bauteile produziert, auf die russische Raketenprogramme stark angewiesen seien, darunter auch das Iskander-Raketensystem. Durch den Angriff werde Russlands Fähigkeit zur Herstellung neuer Raketen "erheblich schwächen", erklärte der ukrainische Generalstab.

Russland greift die Ukraine seit Beginn der großangelegten Offensive im Februar 2022 fast täglich mit Raketen und Drohnen an. Kiew spricht bei eigenen Angriffen von gerechtfertigter Vergeltung und betont, dass vor allem militärische Ziele sowie Einrichtungen der Ölverarbeitung und des Ölexports getroffen werden, um Russlands Kriegskasse zu schwächen.

Beide Seiten haben ihre Angriffe in den letzten Wochen verstärkt. Die von den USA vermittelten Gespräche über ein Ende des Konflikts haben bisher keine Fortschritte gebracht.

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