Bei erneuten Angriffen der US-Armee auf zwei mutmaßliche Drogenschmuggel-Boote im Ostpazifik sind laut Angaben der Amerikaner fünf Menschen getötet worden. Das für Lateinamerika und die Karibik zuständige US-Kommando (Southcom) teilte am Sonntag auf X mit, dass beim ersten Angriff am Samstag zwei "Narko-Terroristen" ums Leben kamen.
Einer habe überlebt. Beim zweiten Angriff seien drei weitere "Narko-Terroristen" getötet worden.
Seit September des Vorjahres haben die USA dutzende Schiffe im Pazifik und in der Karibik angegriffen, die angeblich mit Drogenhandel zu tun hatten. Dabei wurden bisher mindestens 168 Menschen getötet.
Die US-Regierung hat aber bisher keine klaren Beweise geliefert, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelt. Kritiker sehen in den Angriffen außergerichtliche Hinrichtungen und sprechen von einem Bruch des Völkerrechts.