Welt

Fukushima verseucht womöglich Japans Meer

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:42

Schon wieder eine Katastrophe in Fukushima: Wegen der starken Regenfälle in den letzten Tagen stand die Atomruine erneut unter Wasser. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass strahlenbelastetes Wasser in den Boden gesickert und so das Meer verseucht hat.

Obwohl in der Ruine knapp ein Dutzend Wasser-Auffangbecken stehen, haben die heftigen Regenfälle der letzen Tage diese zum Überlaufen gebracht. Tepco habe am Sonntag in einem der elf übergelaufenen Becken eine extrem hohe Strahlung gemessen. Kurz danach pumpte das Unternehmen das Regenwasser ab. Doch bis es dazu kam, gelang bereits verseuchtes Wasser ins Meer.

Ähnlicher Fall vor einer Woche

Erst vergangene Woche gab es einen ähnlichen Fall: Wegen eines Taifuns hatte Tepco gering belastetes Wasser aus solchen Auffangbecken ableiten müssen. Einen Tag zuvor hatte die Atomaufsichtsbehörde dem Betreiber dies unter der Bedingung erlaubt, dass die Strahlendosis für Cäsium-134 unter 15 Becquerel pro Liter, für Cäsium-137 unter 25 Becquerel und für Strontium-90 unter 10 Becquerel liegt.

Strontium macht demnach etwa die Hälfte der Beta-Strahlen aus. Beta-Strahlen gehen nicht durch die Schutzkleidung der Reparaturtrupps. Radioaktive Substanzen mit Gamma-Strahlen dürfe Wasser, das abgelassen werde, nicht enthalten.

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