Funnelcloud zog über Oberösterreich

Bild: R. Ebner

Ein äußerst seltenes Wetterphänomen hat ein Wetterbeobachter am Mittwoch mit seiner Kamera festgehalten: eine sogenannte Funnelcloud, also ein Art Mini-Tornado.

Ein äußerst seltenes Wetterphänomen hat ein Wetterbeobachter am Mittwoch mit seiner Kamera in Oberösterreich festgehalten: eine sogenannte Funnelcloud, also ein Art Mini-Tornado. 

Ganze zehn Minuten lang konnte man südlich von Perg die Funnelcloud beobachten.
Rotierende Funnelclouds (oder Trichterwolken) sind extrem seltene Wetterphänomene. Sie entstehen, wenn sich eine Luftsäule zu drehen beginnt. Erst, wenn solche Funnelclouds Kontakt mit dem Boden haben, spricht man von einem Tornado.

Eine Funnelcloud erstreckt sich meist als nadelförmiges Wolkengebilde im Aufwindbereich einer Schauer- oder Gewitterzelle nach unten. Gelegentlich werden sie auch an niederschlagsfreien Cumuluswolken beobachtet. Bei Superzellen entstehen sie häufig unterhalb bzw. in der Nähe einer Mauerwolke (engl. Wallcloud).

Unterschied zu Tornado

Eine Trichterwolke bezeichnet im Unterschied zu einem Tornado nicht den kompletten Wirbel, sondern nur dessen sichtbaren Teil. Der Wirbel selbst setzt sich unterhalb der Trichterwolke nach unten fort und kann daher auch jederzeit in einen Tornado übergehen. Wichtig dabei ist, dass die durchgehende Rotation nicht optisch durch einen „Wolkenschlauch“ erkennbar sein muss, um zu bestehen. Sobald sich unter einer Trichterwolke also Verwirbelungen bzw. Schäden am Boden zeigen, handelt es sich um einen Tornado. Einen Wirbel, der nachweislich keinen Bodenkontakt aufweist, also vorher abknickt, bezeichnet man hingegen als Blindtrombe.
 

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