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Für Spitalspatienten ist Hygiene am wichtigsten

Heute Redaktion
13.09.2021, 23:40

Auch wenn sich Patienten in Spitälern oft über die langen Wartezeiten und zu wenig Pflegepersonal beschweren: Hygiene ist dann doch am relevantesten.

Bei einer Umfrage der Forschungseinrichtung MindMetre zeigte sich, dass für 93 der Befragten die Beseitigung aller krankenhausbedingten Infektionen zur Priorität des Gesundheitssystems gehört.

Die Ergebnisse verraten weiter, dass sich 78 Prozent der Befragten kürzere Wartezeiten und 62 Prozent mehr Pflegepersonal wünschen würden.

Ganze 92 Prozent der Personen würden das Krankenhaus verklagen, wenn sie aufgrund von Nachlässigkeit oder mangelhafter Hygiene- oder Pflegestandards eine krankenhausbedingte Infektion bekämen. Die Hälfte der Befragten wäre auch bereit 30 Kilometer zu fahren, nur um in einem sicheren Krankenhaus behandelt zu werden.

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30 Prozent der Infektionen könnte man vermeiden

In Europa erkranken rund vier Millionen Menschen jährlich an einer sogenannten nosokomialer Infektion. Laut dem European Centre for Disease Prevention and Control würden jedes Jahr 37.000 Menschen an den Folgen der Infektion sterben. Hochgerechnet wären das in Österreich ungefähr 2.400 Todesfälle jährlich.

Die Infektionsgefahr beträgt in Österreich 5,3 Prozent. Experten gehen davon aus, dass bis zu 30 Prozent der Infektionen durch intensivere Hygieneprogramme vermieden werden könnten. (slo)