Plötzlich bekommt Gianni Infantino mächtige Unterstützung: Mitten im eskalierenden Streit um die Zukunft des FIFA-Präsidenten hat sich der Argentinische Fußballverband überraschend hinter den Schweizer gestellt – genauso wie ein WM-Gastgeberland.
Zwar räumten die Argentinier ein, dass im Zuge der umstrittenen Investoren-Pläne Fehler gemacht worden seien. Einen Bruch mit Infantino lehnt der Verband aber ab. Stattdessen soll die Zusammenarbeit unter seiner Führung zumindest bis zum nächsten FIFA-Kongress fortgesetzt werden.
Das ist besonders brisant: Damit stellt sich die Fußball-Großmacht gegen den Kurs des südamerikanischen Dachverbandes CONMEBOL. Doch Argentinien ist nicht allein.
Auch aus Mittelamerika kommen für Infantino plötzlich positive Signale. Der mexikanische Verband FMF stärkte Infantino am Donnerstag den Rücken. Bemerkenswert ist das vor allem deshalb, weil der zuständige Kontinentalverband CONCACAF zuletzt deutliche Kritik an den umstrittenen Investorenplänen des FIFA-Bosses geübt hatte.
Für Infantino ist die Rückendeckung in einer heiklen Phase besonders wichtig. Denn vor allem in Europa wächst der Widerstand gegen den FIFA-Präsidenten. Die UEFA hält weiterhin an ihrer Boykott-Drohung für FIFA-Bewerbe fest und hat öffentlich erklärt, das Vertrauen in Infantinos Präsidentschaft verloren zu haben.
Auch aus anderen Teilen der Fußball-Welt musste Infantino zuletzt Kritik einstecken. Auf Unterstützung kann er hingegen weiterhin aus Afrika zählen. Auslöser des Machtkampfs waren Infantinos Pläne, Rechte an FIFA-Wettbewerben für Investoren zu öffnen. Das Vorhaben sorgte international für massive Kritik. Zwar zog der FIFA-Boss inzwischen die Reißleine und verwarf die Pläne – befrieden konnte er die Fußball-Welt damit aber nicht.