Die Herzen von Fußballfans schlagen höher - und das ist wissenschaftlich bewiesen. Was für Millionen Fans als leidenschaftliches Freizeitvergnügen beginnt, kann jedoch unerwartete gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Herzinfarkte im Zusammenhang mit emotional aufgeladenen Partien sind keine Seltenheit.
Wissenschaftler haben untersucht, wie stark sich die Herzfrequenz von Fans während der Spiele erhöht. Das Ergebnis überraschte selbst die Forschenden: Die körperliche Belastung durch Stress und Emotionen fällt deutlich höher aus als bislang angenommen.
Laut Chip.de kann der emotionale Nervenkitzel beim Fußballschauen das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen. Während der Fußball-WM 2014 stellten Forscher eine erhöhte Zahl an Krankenhauseinweisungen wegen Herzinfarkten fest. Im Vergleich zu 2015 wurden 3,7 Prozent mehr Patienten eingeliefert.
Besonders auffällig war der Finaltag: Während des Endspiels Deutschland gegen Argentinien war die Sterblichkeit unter Herzinfarktpatienten am höchsten. Die emotionale Belastung erreichte hier ihren Höhepunkt.
Eine weitere Studie zeigt: Für das Herz macht es einen messbaren Unterschied, ob Fans ein Spiel im Stadion oder vor dem Fernseher verfolgen. Forschende analysierten die Vitaldaten von 229 Fans des DSC Arminia Bielefeld.
Die Ergebnisse sind eindeutig: Stadionbesucher erreichten im Durchschnitt 94 Herzschläge pro Minute, vor dem TV waren es 79, beim Public Viewing nur 74. Bei Toren stieg die Herzfrequenz um bis zu 36 Prozent an.
"Wir hatten nicht gedacht, dass wir den Spielverlauf so deutlich in den Daten sehen können", wird Datenexpertin Christiane Fuchs zitiert. Fans mit Vorerkrankungen sollten bei spannenden Spielen besonders auf sich achten.