So einen Abend hat Andorras Fußball noch nie erlebt. Inter Escaldes setzte sich im Conference-League-Playoff gegen KF Drita Gjilan durch und löste damit als erster Klub des Zwergstaates überhaupt das Ticket für eine Europacup-Ligaphase.
Die Entscheidung gegen den kosovarischen Meister fiel erst vom Punkt. Nach dem 2:2 im Hinspiel blieben im Rückspiel auch 120 Minuten ohne Treffer. Im Elfmeterschießen behielt Inter schließlich die Nerven und setzte sich mit 4:2 durch.
Für Inter d'Escaldes bedeutet der Aufstieg weit mehr als nur den nächsten internationalen Erfolg. Noch nie zuvor hatte es ein Verein aus Andorra in die Ligaphase eines UEFA-Bewerbs geschafft.
Einer der erfolgreichen Elfer-Schützen trägt einen im Weltfußball bekannten Namen: Maurizio Pochettino verwandelte seinen Elfmeter und hatte damit seinen Anteil am historischen Triumph.
Der Angreifer ist der Sohn von Mauricio Pochettino. Der 54-Jährige ist aktuell Trainer der US-Nationalmannschaft und stand zuvor bei europäischen Topklubs wie Tottenham, Paris Saint-Germain und Chelsea an der Seitenlinie.
Sein Sohn schreibt seine eigene Fußball-Geschichte nun ausgerechnet im nur rund 80.000 Einwohner zählenden Andorra.