Fußballer onaniert vor Nachbarin – verhaftet

Farid El Melali
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Farid El Melali soll vor den Augen seiner Nachbarin onaniert haben. Nach einem weiteren ähnlichen Fall muss der Stürmer vor Gericht.

Das Opfer ist seine Nachbarin. Sie sitzt wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausgangssperre allein im Wohnzimmer im französischen Angers. Als sie aus dem Fenster schaut, steht da im Innenhof ein Mann. Sie muss zusehen, wie dieser vor ihren Augen onaniert. Die von der Nachbarin verständigte Polizei legt dem Mann Handschellen an. Der verhaftete Mann ist Farid El Melali. Er ist Stürmer bei Frankreich-Erstligist SCO Angers und algerischer Nationalspieler.

Ob der 22-Jährige zwischenzeitlich aus seinen Fehlern gelernt hat? Fehlanzeige! Wie die "Ouest-France" berichtet, wurde Melali erneut in Polizeigewahrsam genommen. Der Vorwurf bleibt derselbe: Melali habe in aller Öffentlichkeit in Anwesenheit einer Frau masturbiert. Gemäß Bericht hatte sich eine zweite Person gemeldet, die sich über Melali wegen Exhibitionismus beschwert hatte.

Die Anwältin des mutmaßlichen Täters – Sandra Chirac Kollarik – sagte: "Farid El Melali wurde am Mittwochmorgen von der Polizei in Angers vernommen." Dabei sei es um Taten gegangen, die während der Ausgangssperre begangen wurden. Und weiter: "Er entschuldigt sich erneut aufrichtig bei allen Frauen, denen er mit unangemessenen Handlungen Unannehmlichkeiten bereitet hat."

Auch der Algerier meldete sich – und zwar in den sozialen Medien. Da schrieb er, dass er "geistig und körperlich sehr harte Tage" hinter sich habe, und entschuldigte sich für die Tat: "Alles, was passiert ist, hat mich betroffen, aber es hat mich auch stärker und bewusster für die Werte und Prinzipien gemacht, die ich aufrechterhalten muss. Vielen Dank an alle, die in dieser schweren Zeit zu mir gehalten haben."

Melali hat es derzeit nicht leicht. So macht er auch auf dem Platz keine besonders gute Figur. Seit 2018 steht er bei Angers unter Vertrag und hat in dieser Zeit kaum Treffer für den Klub erzielt. Nun drohen ihm bis zu einem Jahr Haft und eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 15.000 Euro.

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