Fußballklub wech­selt nach 15 Sekunden Spieler aus

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In der höchsten Liga Estlands stand ein erst 16-Jähriger in der Startaufstellung. Nach der ersten Unterbrechung musste er jedoch das Feld räumen.

Es ist eine Demütigung für jeden Profifußballer. Der Trainer beordert einen in die Startaufstellung, dann muss man bereits in der ersten Hälfte das Feld räumen. Der Betroffene hat ein mulmiges Gefühl und weiß in der Regel: Der Trainer ist mit der gebotenen Leistung unzufrieden.

Dass ein Fußballer aber bereits nach 15 Sekunden ausgewechselt wird, scheint dann doch etwas kurios. Doch in der höchsten estnischen Liga – im Spiel zwischen Levadia und Kalju – ist genau das passiert. Der erst 16-jährige Lauri Suup wurde nach der ersten Spielunterbrechung aus dem Spiel genommen.

Grund für die Aktion dürfte eine Regel der estnischen Liga sein, die ein Team dazu verpflichtet, mindestens zwei vom Verein ausgebildete Spieler in der Startaufstellung zu haben. Das Problem: Der größte Teil von Kaljus Kader befindet sich derzeit in Quarantäne, nachdem einer der Spieler positiv auf Covid-19 getestet wurde.

Demnach blieben nur noch wenige vom Verein ausgebildete Spieler übrig. Eines dieser Eigengewächse war der 16-jährige Lauri Suup aus der zweiten Mannschaft. Kalju musste mit dem Jungspund also zwangsläufig in die Partie starten, um ihn dann nach der erstbesten Möglichkeit durch einen Stammspieler zu ersetzen.

Eigentlich ein guter Plan. Doch er scheiterte. So ging die Rechnung für das Auswärtsteam nicht auf – Kalju unterlag im Spitzenspiel dem Team aus der estnischen Hauptstadt Tallinn 1:2.

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